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Private Sicherheitsfirmen springen in die Bresche

Von Christian Zeier. Aktualisiert am 30.09.2011 4 Kommentare

Für die privaten Sicherheitsfirmen ist die Einheitspolizei ein Glücksfall. Immer mehr Gemeinden lagern einstige Polizeiaufgaben aus. Die Anforderungen an die Privaten gehen dabei weit auseinander.

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Sicherheitsarbeit wird immer öfters an Private ausgelagert. (Bild: Daniel Fuchs)

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Als Gemeindepräsident Andreas Hegg seiner Unzufriedenheit über die Polizeipräsenz in Lyss Luft machte, wartete er auch mit einem brisanten Lösungsvorschlag auf: Könne die Kantonspolizei ihre Präsenz nicht erhöhen, müsse man eben polizeiliche Kompetenzen an private Sicherheitsfirmen übertragen.

Konkret geht es hierbei um die Ausweiskontrolle im öffentlichen Raum, welche von den Privaten zwar durchgeführt wird, aber nur von der Polizei erzwungen werden kann. Dass staatliche Zwangsmassnahmen wie Ausweiskontrollen delegiert werden, ist aber unrealistisch. Wie die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern bestätigt, müssten diese Aufgaben bei der Polizei bleiben. Es komme oft vor, dass sich eine Person der Identitätsüberprüfung entziehen wolle und so Massnahmen nötig würden, die eine professionelle Ausbildung unumgänglich machten.

Der Wohlener Gemeindepräsident Eduard Knecht (FDP) sieht die Aufgaben der privaten Sicherheitsdienste denn auch etwas realistischer als sein Kollege in Lyss: «Von der Securitas erwarten wir keine Polizeiarbeit», sagt Knecht. Etwas plakativ ausgedrückt seien diese eher dazu da, Präsenz zu markieren und Vorfälle zu melden. Einen präventiven Effekt wolle er den privaten Sicherheitsdiensten aber natürlich nicht absprechen.

Sicherheitsdienste übernehmen Polizeiarbeit

Nicht von der Hand zu weisen ist die Tatsache, dass die privaten Sicherheitsdienste – von den Broncos bis zur Securitas – einen stetig wachsenden Teil der einstigen Polizeiarbeit übernehmen. Schüpfen etwa, das mit der Kantonspolizei keinen Vertrag abgeschlossen hat, setzt die Privaten als Präventivmassnahme an neuralgischen Punkten in der Gemeinde ein.

Münchenbuchsee, das weitaus mehr polizeiliche Arbeiten zu erledigen hat, nutzt die privaten Sicherheitsdienste zudem auch zur Parkkontrolle sowie zur Amts- und Vollzugshilfe. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther weiss, dass zusätzliche Ressourcen von der Kantonspolizei nicht einfach zu erhalten sind: «Viele Gemeinden weichen auf die Privaten aus», sagt sie. «Günstig ist das natürlich nicht.»

Dennoch weist Münchenbuchsee im Vergleich zur Zeit vor der Einheitspolizei eine positive Bilanz auf: Inklusive privatem Ordnungsdienst bezahlt die Gemeinde heute jährlich rund 60'000 Franken weniger für ihre polizeilichen Leistungen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.09.2011, 06:11 Uhr

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4 Kommentare

Peter Münger

30.09.2011, 08:10 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Das Problem liegt daran, dass es keine Abschreckung gibt. Die Sicherheitsleute weisen gewisse Jugendliche weg. Die sind gleich wieder zurück um weiter zu trinken oder kiffen. Es müssen Strafen ausgesprochen werden, damit das endlich aufhört. Viele zerstören das, welches wir aufgebaut haben. Brätlistellen, Waldhütten usw. Bald wird es so etwas nicht mehr geben. Wir beugen uns einer Minderheit Antworten


Andreas Zbinden

30.09.2011, 14:26 Uhr
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Wir leben in einem der sichersten Länder der Welt. Jegliche Statistik beweist das (siehe Mercerstudie, Bern zweitsicherste Stadt weltweit). Nur durch Politiker diversen Parteien wird suggeriert wir würden am Rande der Anarchie stehen. AUFWACHEN! SICH SELBST INFORMIEREN! NACHDENKEN! Antworten



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