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Piraten geben sich nicht geschlagen

Von Adrian Kammer. Aktualisiert am 25.10.2011 10 Kommentare

Die Piratenpartei erreichte 0.7 Prozent der Stimmen bei den Nationalratswahlen in Bern. Der Präsident der Piratenpartei Kanton Bern Pascal Fouquet sieht noch Verbesserungspotential.

Berner wählten keinen Piraten in den Nationalrat.

Berner wählten keinen Piraten in den Nationalrat.
Bild: Adrian Kammer

Pascal Fouquet ist Präsident der Piratenpartei Kanton Bern. (Bild: zvg)

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Dieses Jahr kandidierten Mitglieder der Piratenpartei Kanton Bern erstmals für die Nationalratswahlen. Die Partei, die sich für mehr Transparenz im Staatswesen und besseren Datenschutz im Internet stark macht, erreichte 0.74 Prozent der Stimmen. Wie Vorstandsmitglied Pascal Fouquet Bernerzeitung.ch gegenüber sagte, liegen die Piraten damit unter ihren eigenen Erwartungen.

Positiv sei der Stimmenanteil auf dem Land, enttäuschend die Anzahl Stimmen der Städter. Trotzdem ist man stolz darauf, besser als die meisten Jungparteien abgeschnitten zu haben, so Fouquet. Das Wahlpublikum sieht er nämlich in erster Linie in der neuen Generation, will jedoch auch Personen bis 50-jährig ansprechen.

Wählen ist nicht ‹In›

Den kleinen Anteil von Jungwählern sieht Fouquet ebenfalls als entscheidenden Faktor für das bescheidene Ergebnis. Man habe zwar alles versucht, um die Jungen zu mobilisieren und habe sie auch im Ausgang angesprochen. Die Resonanz sei dabei meist positiv gewesen, doch würden wahrscheinlich einfach die wenigsten an die Urne gehen. «Ich glaube, es ist einfach nicht ‹In› wählen zu gehen.», bedauert Fouquet.

Dennoch wollen sich die Piraten nicht geschlagen geben. Sie versuchen das Beste aus ihrem kleinen Budget machen. Als Fazit zieht Fouquet: «Wir haben realisiert, dass Medienpräsenz enorm wichtig ist.» Diese zu erreichen ist ein Ziel.

Angriff auf den Stadtrat

Zudem will die Partei weiter mit jugendlichen Themen auf sich aufmerksam machen, wie dem Urheberrechtsschutz oder das Verbot von Ballerspielen, welches man verhindern will. Fouquet hat das Gefühl, dass die Partei teilweise immer noch zu wenig ernst genommen und immer noch als Internetpartei angeschaut werde. Neben der Digitalpolitik spricht sich die Partei gegen den Überwachungsstaat aus, für die Trennung von Staat und Kirche sowie für eine liberale Drogenpolitik.

Den nächsten Angriff lanciert die Piratenpartei im kommenden Jahr, wenn in grösseren Städten im Kanton Bern die Stadtratswahlen stattfinden. Hier rechnet sich Fouquet durchaus Chancen auf einen oder mehr Sitze aus, unter anderem in Langenthal, Biel und auch in der Stadt Bern.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.10.2011, 16:08 Uhr

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10 Kommentare

Sandro Cassini

25.10.2011, 16:30 Uhr
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Ich hatte grosse Sympathien für die Piratenpartei und wollte sie wählen, als ich allerdings von der Listenverbindung ausgerechnet mit einem gewissen Jimy Hofer las waren sie für mich gestorben.
Ich bin überzeugt vielen anderen Städtern ging es auch so, das sollten sich diese Piraten mal durch den Kopf gehen lassen von wegen warum so wenig Stimmen in der Stadt!
Antworten


Stefan Pfister

25.10.2011, 16:19 Uhr
Melden 1 Empfehlung

schade. mich erstaunt, dass nur so wenige die Piraten gewählt haben. es scheint den Leuten immer noch egal zu sein, dass unsere Freiheitsrechte immer stärker eingeschränkt werden und wir in einen Totalüberwachungsstaat rutschen Antworten



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