Personalverbände verlangen verlässlichen Lohnanstieg
Aktualisiert am 15.02.2012 5 Kommentare
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Sie wollen verhindern, dass der Lohnrückstand in Verwaltung, Bildung und Pflege weiter anwächst.
Die Grundlage der personalpolitischen Forderungen für 2013 bildet die im vergangenen November eingereichte Lohninitiative, wie Vertreter der Personalverbände BSPV, vpod, Lebe, SBK und VSAO am Mittwoch vor den Medien ausführten.
Demnach soll jährlich 1,5 Prozent für den Lohnanstieg zur Verfügung stehen. Die Forderungen aus der Initiative «Faire Löhne für gute Arbeit» sollen zudem in die Revision des Personalgesetzes und des Lehreranstellungsgesetzes einfliessen.
Zwar stecke der Kanton Bern heute in einer finanzpolitisch ausgesprochen schwierigen Lage, räumte vpod-Gewerkschaftssekretär und Grünen-Grossrat Blaise Kropf vor den Medien ein. Doch die Zahlen der Voranschläge seien in den letzten Jahren systematisch schlechter gewesen als die effektiven Rechnungsabschlüsse.
Mit der Beschränkung der Lohnentwicklung habe der Kanton zwischen 1997 und 2009 insgesamt 3,6 Milliarden Franken auf dem Buckel des Personals eingespart, sagte Kropf. Deshalb sei die Konkurrenzfähigkeit des Kantons Bern auf dem Arbeitsmarkt heute in gewissen Bereichen nicht mehr gewährleistet.
Abwanderung in andere Kantone
Die Verbände VSAO und SBK halten denn auch die Attraktivität der Gesundheitsberufe für zunehmend gefährdet. Die Löhne des Gesundheitspersonals seien zu tief, sagte Rosmarie Glauser, Geschäftsführerin VSAO Bern.
Es drohe eine Abwanderung in Kantone mit höherem Lohnniveau wie Zürich, Luzern oder Solothurn oder in andere Berufe. Diese Situation könne sich der Kanton Bern angesichts des Personalmangels im Gesundheitswesen nicht leisten.
Die Sparmassnahmen zugunsten der laufenden Rechnung habe die Bildung besonders stark getroffen, sagte Lebe-Geschäftsführerin Regula Bircher. «Hunderte von Lehrpersonen erhielten theoretisch einen Lohnaufstieg, verloren diesen aber wegen dem Pensenabbau.»
Lebe fordert nun, dass Sparmassnahmen auf allen Bildungsstufen zurückgenommen werden. Vielmehr brauche es hier Investitionen, etwa zusätzliche Ressourcen für die Schulleitungen oder Mittel für ein vierjähriges Gymnasium nach der Volksschule.
Herausforderungen bei Pensionskassen
Der Kanton Bern steht ausserdem bei den Pensionskassen vor grossen Herausforderungen, wie BSPV-Geschäftsführer und SP-Grossrat Matthias Burkhalter sagte. So müsse der Kanton die Fragen der Ausfinanzierung der Unterdeckungen, der Schaffung von Wertschwankungsreserven und die Auswirkungen der Änderungen des technischen Zinssatzes für die kantonalen Pensionskassen BPK und BLVK neu regeln.
Gleichzeitig stehe der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat an. Durch die Komplexität und den hohen Mittelbedarf der Vorlage drohe schon jetzt ein Scheitern der angestrebten Neuregelung im Pensionskassenbereich, sagte Burkhalter. Für diesen Fall sehe das Bundesrecht zwingend umzusetzende Massnahmen vor. Ein Spielraum bestehe nicht. (per/sda)
Erstellt: 15.02.2012, 14:22 Uhr
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5 Kommentare
3'300'000'000 Franken fehlen der Berner Beamten-Pensionskasse; Das sind ca.Fr. 33'000.--/ Kantonseinwohner bzw. Fr. 55'000 pro Berner Haushalt. "Hey, ihr jederzeit kündbaren, privatwirtschatlich Angestellen da draussen mit Euren stinknormalen BVG-Lösungen habt Ihr endlich begriffen, was unter "Solidarität des Steuerzahlers" zu verstehen ist?" Antworten

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