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Patienten müssen ab 2011 Spitex-Kosten mittragen

Aktualisiert am 25.06.2010 1 Kommentar

Wer im Kanton Bern Spitex-Leistungen in Anspruch nimmt, muss sich ab 2011 an den Kosten beteiligen. Dies hat der Regierungsrat beschlossen.

Müssen sich ab 2011 an den Kosten beteiligen: Spitex-Kunden.

Müssen sich ab 2011 an den Kosten beteiligen: Spitex-Kunden.
Bild: Beat Mathys

Er will damit Mehrkosten teilweise kompensieren, die wegen der Neuordnung der Pflegefinanzierung des Bundes auf die Kantone zukommen.

Mit maximal 15.95 Franken pro Tag müssen sich Patientinnen und Patienten ab nächstem Jahr an den ambulanten Pflegedienstleistungen beteiligen, wie es in einer Mitteilung des Regierungsrats vom Freitag heisst. Davon ausgenommen sind Jugendliche bis 18 Jahre. Dieser maximale Betrag ist beim Bezug von 60 und mehr Pflegeminuten pro Tag zu bezahlen.

Die Beteiligung der Patienten an den Kosten entlastet die Budgets von Kanton Bern und Gemeinden um jährlich rund 15 Millionen Franken. Kanton und alle Gemeinden zusammen profitieren je zur Hälfte.

Ab 1. Januar 2011 ermöglicht der Bund den Kantonen, die Patienten an den Kosten für ambulante Pflegedienstleistungen zu beteiligen. Die Kantonsregierung wollte zuerst nicht davon Gebrauch machen, hat sich nun aber «aufgrund der düsteren finanzpolitischen Aussichten» anders entschlossen, wie es in der Mitteilung heisst.

Spitex-Verband spricht von massiven Mehrkosten

Der Entscheid des Regierungsrats bedeute eine Abkehr des Grundsatzes ambulant vor stationär und für gewisse Spitex-Patienten Mehrkosten von bis zu 5800 Franken pro Jahr. Das schreibt der kantonale Spitex-Verband in einer Mitteilung vom Freitag.

Es sei zu befürchten, dass ab dem nächsten Jahr viele Spitex- Patienten aus Kostengründen auf die Pflege zu Hause verzichteten. Somit gebe der Kanton bewusst den Nutzen der präventiven Massnahmen preis, welche heute verfrühte Heim- und notfallmässige Spitaleintritte sowie Verwahrlosungen verhinderten.

Insofern werde der Kanton nicht Kosten sparen, sondern es würden nur Kosten verschoben. (js/sda)

Erstellt: 25.06.2010, 17:11 Uhr

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1 Kommentar

Thomas Zaugg

25.06.2010, 16:16 Uhr
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Wenn das geschulte Personal nicht ständig als billige Putzkräfte missbraucht würde, könnte auch viel Geld eingespart werden! Wenn jemand wirklich gepflegt werden muss gehört das reinigen der Wohnung selbstverständlich dazu. Aber für "nur Putzeinsätze" von Pflegepersonal fehlt mir das Verständnis! Antworten



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