Neues Zentrum für 120 Asylbewerber
Von Andrea Sommer, Dominic Ramel. Aktualisiert am 30.01.2012 5 Kommentare
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Es ist lauschig auf dem Hellchöpfli, der Jurahöhe zwischen dem solothurnischen Matzendorf und dem bernischen Rumisberg. Dort, wo die Armee noch bis Ende 1999 eine Flab-Stellung betrieb, soll es nun bald wieder Betrieb geben. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, wollen die Kantone Bern und Solothurn in der ehemaligen Armeeanlage ein Asylzentrum eröffnen.
Kein neues Bundeszentrum
Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Bundeszentrum, wie die «SonntagsZeitung» schrieb. Laut dem Berner Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser (FDP) ist eine kantonale Asylunterkunft geplant, ein sogenanntes Durchgangszentrum, wie es im Kanton Bern bereits mehrere gibt (siehe Grafik). Der Bund betreibt im Kanton Bern die befristeten Zentren Jaunpass und Tschorren. Wie Käser vor Wochenfrist in dieser Zeitung betonte, soll es auf Berner Boden keine weiteren Bundeszentren geben.
Die Anlage auf dem Hellchöpfli gehört der Armasuisse und liegt 1200 Meter über Meer auf Rumisberger Boden. Sie ist mit dem Auto nur von der Solothurner Seite her über eine acht Kilometer lange Zufahrtsstrasse zu erreichen. Vom Oberaargau her ist die Anlage bloss zu Fuss erreichbar. Noch ist jedoch unklar, ob sie als Durchgangszentrum geeignet und verfügbar ist. «Wir prüfen das und klären mit Armasuisse ab, ob sie die Unterkunft zur Verfügung stellt», sagt Käser. Falsch ist laut Käser auch, dass die «SonntagsZeitung» schreibt, das Zentrum solle definitiv betrieben werden. «Wir betreiben es so lange, wie uns der Bund so viele Asylsuchende zuweist.»
Auf dem Hellchöpfli könnten maximal 120 Personen unterkommen. Wie die Kantone die Plätze aufteilen, ist noch unklar. «Läuft alles nach Plan, nehmen wir das Zentrum im März in Betrieb», sagt Käser.
Das geplante Durchgangszentrum wäre das sechste Zentrum, das der Kanton seit dem letzten Jahr eröffnet. Weil der Bund allein dem Kanton Bern pro Woche 20 bis 50 Asylbewerber zuweist, ist dringend mehr Platz nötig. «Die Zivilschutzanlagen wie jene im Hochfeld in der Stadt Bern, sind nur befristet offen», sagt Käser. Diese sollen nach und nach zugehen, wenn neue Durchgangszentren bereit sind. Der Kanton prüft weitere Standorte.
Noch kaum jemand weiss es
Der Widerstand gegen ein Durchgangszentrum auf dem Hellchöpfli dürfte klein sein. Zum einen ist die Anlage zu abgelegen. Zum anderen kann Käser auf Unterstützung zählen: «Ich spüre bei den Gemeinden eine hohe Bereitschaft zur Solidarität», sagt er. Klar sei aber, dass sich niemand darüber freue, Asylunterkünfte zur Verfügung zu stellen. Aber: «Wir müssen das Problem gemeinsam lösen.»
In den nahen Gemeinden sind erst die Gemeindepräsidenten informiert worden. Sie wurden zu Stillschweigen verpflichtet. Entsprechend zugeknöpft gaben sie sich gestern. Hans Ryf von Rumisberg sagt, er lehne eine Asylunterkunft auf dem Hellchöpfli nicht grundsätzlich ab. «Irgendwo müssen diese Leute ja sein.» Er erwarte aber, dass dies sinnvoll und ohne negative Folgen für die Bevölkerung umgesetzt werde. (Berner Zeitung)
Erstellt: 30.01.2012, 09:11 Uhr
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5 Kommentare
Was bringt es wen nichts geschieht! Kommt noch soweit das wir die ausschafen müssen, es wird nur Diskutiert anstatt gehandelt! Wie heisst es so schön wen der Käse vergammelt: Stinkt zum Himmel: Jeder der den Prozess verzögert, sollte von den nicht anständigen Asyl suchende. Ums Haus bekommen Antworten
wann endlich gedenken die kant. behörden etwas gegen chronisch renitente, illegale asylanten sowie bekannte ausländische kriminelle (waffenbesitz et) zu unternehmen? man ist ja nichtmal im stande im neuen sicherheitsknast die gefangenen festzuhalten, was ich äusserst bedenklich finde. die justiz hilft netterweise mit, weil ja der täter- schutz über allem steht! in welch krankem land leben wir hier Antworten

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