Lösung für Simmentaler Streit?

Von Fabian Schäfer. Aktualisiert am 22.07.2010 1 Kommentar

Der Kanton Bern will kleine Spitäler durch Gesundheitszentren ersetzen. Im Simmental liesse sich so das Defizit verkleinern.

Der Streit um das Akutspital Zweisimmen ist noch ungeklärt.

Der Streit um das Akutspital Zweisimmen ist noch ungeklärt.
Bild: Markus Hubacher

Das bernische Spitalamt will mit der Bildung weiterer Gesundheitszentren die Grundversorgung auf dem Land sicherstellen und die Kostensteigerung eindämmen. In Huttwil und Meiringen gibt es bereits solche Zentren. Die nächsten könnten im Simmental-Saanenland entstehen. Der Streit um die Akutspitäler Zweisimmen und Saanen, die zum Regionalspital STS gehören, ist noch ungeklärt. Nachdem die Regierung die Neubaupläne verhindert hat, scheint die Bildung von zwei Gesundheitszentren am wahrscheinlichsten.

Das Spital STS hat ein Szenario erarbeitet, das zeigt, wie die Region mit zwei Gesundheitszentren versorgt werden könnte. In einem Punkt weicht es von den Ideen des Spitalamts ab: Eines der beiden Zentren soll nicht nur ambulante, sondern auch stationäre Behandlungen der Akutgrundversorgung anbieten, wie Beat Straubhaar, CEO des Spitals STS, erklärt.

Hausärzte im Zentrum

Frakturen oder ein Blinddarm sollen vor Ort behandelt werden können, jedoch nur zu festgelegten Betriebszeiten, vor allem tagsüber, nicht aber nachts. Die Zentren hätten einen 24-Stunden-Notfall, operiert und untersucht würde aber nur während der Betriebszeiten. Wer ausserhalb dieser Zeiten den Notfallarzt im Zentrum aufsucht, wird wenn nötig nach Thun verlegt oder am anderen Tag behandelt. Dadurch kann laut Straubhaar ein wesentlicher Kostentreiber eliminiert werden: Das Teuerste sei, während 24 Stunden den Betrieb von Operationssaal und Diagnostik zu gewährleisten.

Straubhaar betont, das Angebot von Gesundheitszentren müsse auf die Region abgestimmt sein und mit den ansässigen Ärzten diskutiert werden. Denkbar sei auch, dass Hausärzte im Gesundheitszentrum arbeiten und Spezialärzte vor Ort Sprechstunden anbieten.

Ernüchternd ist: Straubhaar lässt durchblicken, dass die beiden Gesundheitszentren auch nicht kostendeckend betrieben werden könnten. Aber das Defizit wäre immerhin deutlich geringer als mit den beiden heutigen Akutspitälern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.07.2010, 07:38 Uhr

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1 Kommentar

Beat Berner

22.07.2010, 18:57 Uhr
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Wenn man sich nicht so dermassen gewehrt hätte, Herr Pfister (?) hatte die Region Simmental-Saanenland schon fast ein Spital mit allem drum und dran. Besten Dank Herr Pfister und den Politikern die sich so um die Bevölkerung bemühen (?). Lieber nichts war die Devise als ein Spital auf fremden Boden... Antworten



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