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Krankenkassenprämie: Nullrunde für Bern?

Von Brigitte Walser. Aktualisiert am 04.05.2011 1 Kommentar

Während die meisten Kantone mit einer Prämienerhöhung für 2012 rechnen müssen, wird für den Kanton Bern für einmal eine Nullrunde vorausgesagt.

Im Kanton Bern könnte es bei den Krankenkassenprämien für einmal eine Nullrunde geben.

Im Kanton Bern könnte es bei den Krankenkassenprämien für einmal eine Nullrunde geben.
Bild: Keystone

Die neue Spitalfinanzierung hat Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien. In den meisten Kantonen werden die Prämien ansteigen, im Kanton Bern jedoch könnte es für einmal eine Nullrunde geben. Denn im Gegensatz zu den anderen Kantonen entlastet die neue Spitalfinanzierung die Berner Prämienzahler; und zwar um 4,9 Prozent, wie der Krankenkassendachverband Santésuisse gestern in einer Medienmitteilung bekannt gab. Dies gleicht den jährlichen Gesundheitskostenanstieg von rund 4,5 Prozent aus und erlaubt den Berner Prämienzahlern eine Verschnaufpause. Im Gegenzug muss dafür der Kanton Bern tiefer in die Taschen greifen, gerechnet wird mit 260 Millionen Franken pro Jahr.

Neuer Verteilschlüssel

Santésuisse rechnet damit, dass die neue Spitalfinanzierung im Schnitt für die Schweiz einen Prämienanstieg von 1,6 Prozent zur Folge hat. Für einzelne Kantone fällt er aber deutlich höher aus. So müssen die Prämienzahler von Basel-Stadt alleine wegen der Spitalfinanzierung mit einer Prämienerhöhung von 7,6 Prozent rechnen, hinzu kommt der Anstieg der Gesundheitskosten. Die grossen Unterschiede in den Kantonen kommen durch den neu geltenden Verteilschlüssel zwischen Versicherern und Kantonen zustande. Weil sich in Bern der Kanton künftig auch an den Kosten der Privatspitäler beteiligt, werden die Prämienzahler entlastet. Die Fallpauschalen werden nach einem neu geltenden Schlüssel aufgeteilt: Die Kantone übernehmen mindestens 55 Prozent, die Versicherer 45 Prozent. Während einer Übergangsfrist können die Kantone auch einen tieferen Anteil festlegen, wenn ihre Prämien unter dem schweizerischen Durchschnitt liegen. Für den Kanton Bern kam dies nicht infrage: Der Anteil wurde auf 55 Prozent festgelegt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.05.2011, 12:05 Uhr

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1 Kommentar

Hans Abbühl

04.05.2011, 14:09 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wer dieses Märchen für den Kanton Bern glauben will, zahlt einen Taler. Die Kosten steigen ja munter weiter, es wird vom jährlichen Anstieg von 4,5% gesprochen, wie wenn das ein Naturgesetz wäre. Schuld daran Ueberalterung usw.usw. Was wir bei den Prämien angeblich einsparen, wird ja ganz klar mit den Steuern zurückgeholt, nur merkt das dann keiner so direkt ausgewiesen wie auf der Police. Antworten



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