Kommission für Gleichstellungsfragen ist enttäuscht

Aktualisiert am 30.03.2010

Die kantonale Fachkommission für Gleichstellungsfragen ist enttäuscht über die Grossratswahlen vom vergangenen Sonntag im Kanton Bern.

Wahlen im Kanton Bern 2010

Weniger Frauen im Parlament

Das Berner Kantonsparlament wird in den kommenden vier Jahren etwas weniger weiblich sein. Bei den Wahlen vom Sonntag schafften insgesamt 42 Frauen den Sprung ins Parlament, bisher waren es 50.

Nach wie vor sind es die rotgrünen Parteien, die die meisten Frauen stellen. Bei den Grünen sind sie sogar in der Mehrheit. Je weiter man im Parteienspektrum nach rechts geht, je weniger Frauen finden sich.

Dafür hält mit Beatrice Simon von der BDP eine weitere Frau neben Barbara Egger (SP) Einzug in die siebenköpfige Berner Kantonsregierung. Bei Simons Wahl spielte auch der Frauenbonus eine gewisse Rolle.

Simon konnte ihren Herausforderer von der SVP, Albert Rösti, letztlich in der rotgrünen Stadt Bern entscheidend distanzieren. Dort dürften viele Wählende für Frauenfragen sensibilisiert sein und dementsprechend Simon auf ihren Wahlzettel gesetzt haben.

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Mögliche Ursache für den Rückgang des Frauenanteils von 31,9 auf 26,3 Prozent ist für sie der Sitzzuwachs rechts der Mitte.

Sie wolle die Wahlergebnisse nun eingehend analysieren und so die Gründe für den Rückgang des Frauenanteils vertieft abklären, teilte die Kommission am Dienstag mit. Wenn die Ergebnisse vorlägen, werde sie Massnahmen prüfen, um den Frauenanteil im Kantonsparlament bei den Wahlen in vier Jahren wieder zu erhöhen.

Erfreut ist die Kommission, dass mit Beatrice Simon-Jungi eine zweite Frau in die Regierung gewählt worden ist. «Das ist allerdings noch immer keine Parität», heisst es in der Mitteilung. (mau/sda)

Erstellt: 30.03.2010, 14:59 Uhr

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