Kirche regelt ihren Umgang mit anderen Religionen neu

Aktualisiert am 25.05.2010

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn haben mit einer Teilrevision der Kirchenordnung ihr Verhältnis zu anderen Religionen neu geregelt. Damit sollen die Kirchgemeinden den interreligiösen Dialog lokal individuell pflegen können.

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So steht nun etwa in der Kirchenordnung, dass die Kirchgemeinden offen sind für den theologischen Dialog mit anderen Religionen und die Zusammenarbeit in konkreten Lebensbereichen. Auch soll die Kirche den Dialog über Lebensvollzüge und theologische Inhalte mit weiteren Religionen pflegen, besonders auch mit dem Islam.

Das Kirchenparlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn verabschiedete am ersten Tag seiner Sommersynode im Berner Rathaus auch Empfehlungen zuhanden von Kirchgemeinden. Es handelt sich um eine fast 60-seitige Broschüre mit dem Titel «Begegnung und Dialog der Religionen».

Das Parlament beschloss auch, die ökumenischen Auftritte an der BEA und der Hochzeitsmesse «MariNatal» weitere drei Jahre fortzuführen, wie die Kirchenkanzlei mitteilte.

Mehr Lohn für nebenamtliche Synodalratsmitglieder

Am Dienstagmorgen beschloss die Synode, die sechs nebenamtlich tätigen Mitglieder des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern- Jura-Solothurn ab nächstem Jahr für ihre Arbeit besser zu entlöhnen. Ihr Anstellungsgrad steigt von 30 auf 45 Prozent.

Damit reagiert die Synode auf eine Studie, gemäss der die Arbeitsbelastung der nebenamtlichen Synodalratsmitglieder durchschnittlich mehr als einem 60-Prozent-Pensum entspricht.

Der Synodalrat ist die Exekutive der Reformierten Kirchen Bern- Jura-Solothurn; er wird geleitet von einem zu 100 Prozent angestellten Präsidenten.

Das Kirchenparlament beauftragte an seiner Sommersynode den Synodalrat auch, mittel- und langfristige Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbelastung zu ergreifen. Innert Jahresfrist muss die Exekutive einen Bericht vorlegen.

Die Synode genehmigte zudem die Rechnung 2009, die mit einem Gewinn von 770'000 Franken abschliesst. Auch wählten die Kirchenparlamentarierinnen und -parlamentarier den Bieler Pfarrer Peter Winzeler in die Delegation des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK). (sda)

Erstellt: 25.05.2010, 19:05 Uhr

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