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Kanton Bern fördert gesunde Kost in den Kitas

Aktualisiert am 12.08.2011

Der Kanton Bern will die gesunde Ernährung in den Kindertagesstätten fördern. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, in möglichst allen Kindertagesstätten das Label von «Fourchette verte» einzuführen.

Die «grüne Gabel» will die Bevölkerung zu gesünderem Essverhalten bewegen. Ihre Mitarbeiter schauen auch gerne den Kitas in den Kochtopf.

Die «grüne Gabel» will die Bevölkerung zu gesünderem Essverhalten bewegen. Ihre Mitarbeiter schauen auch gerne den Kitas in den Kochtopf.
Bild: zvg

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«Fourchette verte» wurde vor fast 20 Jahren in Genf gegründet und ist heute in der ganzen Romandie aktiv. Die «grüne Gabel» will die Bevölkerung zu gesünderem Essverhalten bewegen; ihre Mitarbeiter schauen auch gerne den Kitas in den Kochtopf.

Nun strebt die Organisation den Sprung über den Röstigraben an, zunächst mit Zertifizierungen in den Kantonen Solothurn und Bern. Solothurn machte als erster deutschsprachiger Kanton den Anfang. Im Berner Jura haben sechs Kitas, drei Mensen und ein Restaurant seit 2008 ebenfalls Erfahrungen gesammelt.

Diese seien «durchwegs positiv», sagte der bernische Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud am Freitag vor den Medien in Bern. In der Kindertagesstätte Bitzius übergab er das «Fourchette verte»-Label an 14 Institutionen des Vereins LeoLea. Sie wurden als erste im deutschsprachigen Kantonsteil ausgezeichnet.

Die Weichen für eine gesunde Lebensführung würden früh gestellt, betonte der Gesundheitsdirektor. Kinder sollten möglichst früh gesunde Lebensmittel kennenlernen, hiess es an der Medienorientierung – schliesslich helfe gesundes Essen im weiteren Leben das Erkrankungsrisiko zu senken.

Immer mehr dicke Kindergärteler

Dass das Thema aktuell ist, zeigte auch der vierte Gesundheitsbericht des Kantons: In der Stadt Bern sind demnach im zweiten Kindergartenjahr bereits 15 Prozent der Kinder übergewichtig. Dieser Anteil ist während der letzten zehn Jahre um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Eine Ernährungsberaterin, die für «Fourchette verte» in Solothurn unterwegs ist, sagte der Nachrichtenagentur sda im Frühling, bei praktisch jeder Institution könnten einige Dinge verbessert werden. So werde Kindern oft eher zu viel geschöpft – vor allem beim Fleisch.

Sowieso bräuchten Kinder nicht jeden Tag Fleisch. Allerdings dürfe das Eiweiss nicht vergessen gehen: «Das kann man den Kindern aber in Form von Milchprodukten – etwa einem Joghurt – zuführen.» (met/sda)

Erstellt: 12.08.2011, 12:52 Uhr

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