Jagd auf Kormorane:Jäger und Fischer vernetzen sich

Aktualisiert am 03.12.2008

Fischer und Jäger wollen den Kormoranen im Kanton Bern gemeinsam zu Leibe rücken. Dazu sollen Informationen per SMS und Internet ausgetauscht werden. Die Fischer machen den Vogel für den Rückgang der Fischbestände in Flüssen verantwortlich.

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Geplant ist, dass Fischer ihre Kormoran-Beobachtungen per SMS an eine Zentrale melden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Zeitschriften «Petri Heil» und «Jagd&Natur» vom Mittwoch heisst.

Jäger mit Patent E für Wasservögel können sich ihrerseits mit einem kostenlosen Benutzerkonto auf den Online-Portalen der beiden Zeitschrifen informieren. So sollen sie gezielt die schwer zu jagenden Vögel ins Visier nehmen können. Das Berner Jagdgesetz erlaube die Jagd auf Kormorane bis Ende Januar, heisst es weiter.

Dies sei genau jene Zeit, in der diese Wasservögel die grösste Gefahr für die im kalten Wasser trägen und ungeschützten Fische darstellten. Die grossen Gruppen der Kormorane seien ein Risiko für gefährdete Arten wie die Äsche.

Dies ist nicht die erste Offensive gegen Wasservögel. Der Schweizerische Fischereiverband (SFV) forderte im vergangenen August in einer von über 11 000 Personen unterschriebenen Petition Massnahmen gegen Fischfresser wie Kormorane, Fischreiher und Gänsesäger. Deren Bestände müssten begrenzt werden, notfalls mit Abschüssen.

Der Schweizer Vogelschutz reagierte mit Besorgnis auf die Forderungen. Nicht wegen der fleischfressenden Vögel, sondern wegen der Zerstörung der natürlichen Lebensräume seien die Fischarten gefährdet. (ase/sda)

Erstellt: 03.12.2008, 17:06 Uhr

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