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Grosser Rat will nicht mehr Kindergärtnerinnen

Aktualisiert am 08.09.2010 1 Kommentar

Der Grosse Rat hat am Mittwoch einen Vorstoss der SP abgelehnt, der mehr personelle Ressourcen für die Kindergärten verlangt hatte. Ganz abgeneigt wäre der Rat der Sache gegenüber eigentlich nicht gewesen.

Die bernischen Kindergärten erhalten derzeit nicht mehr personelle Ressourcen.

Die bernischen Kindergärten erhalten derzeit nicht mehr personelle Ressourcen.
Bild: Keystone

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Verschiedene Fraktionen, darunter die BDP und die FDP, hatten durchblicken lassen, sie würden das Anliegen, wie von der Regierung vorgeschlagen, in der unverbindlicheren Form eines Postulats unterstützen.

Grossrat Roland Näf, der den Vorstoss vertrat, ging jedoch aufs Ganze und beharrte auf der verbindlicheren Form der Motion. Die bürgerliche Mehrheit habe es in der Hand, die Bildung kaputt zu machen, ereiferte sich Näf. Hier gehe es um die Frage entweder sparen oder Bildung für die Kinder.

Das Parlament liess sich jedoch nicht umstimmen und lehnte die Motion mit 84 zu 56 Stimmen bei zwei Enthaltungen. ab.

Der Vorstoss hatte mehr personelle Ressourcen für die Kindergärten gefordert, weil den Jüngsten bei den bestehenden Klassengrössen oft nicht genügend Betreuung zuteil kommen könne.

Entwicklungsrückstände

Viele Kinder wiesen heute Entwicklungsrückstände auf und bedürften intensiverer Betreuung. Die SP schlug unverbindlich ein Betreuungsverhältnis von 1,8 Fachpersonen bei grösseren Kindergartenklassen vor.

«Was wir am Anfang der Bildungskarriere verpassen, holen wir später nur schwer wieder auf», gab auch der grüne Erziehungsdirektor Bernhard Pulver zu bedenken.

Die Regierung anerkannte in ihrer schriftlichen Antwort auf den Vorstoss ebenfalls den Handlungsbedarf. Der Unterricht im Kindergarten sei in den letzten Jahren tatsächlich anspruchsvoller geworden, so dass Lehrpersonen an ihre Belastungsgrenzen kämen.

Von einem festgelegten Betreuungsverhältnis und einem Giesskannenprinzip wollte die Regierung jedoch nichts wissen. Angesichts der aktuellen Finanzlage müsse vertieft geprüft werden, in welchem Umfang eine Entlastung erfolgen können. (met/sda)

Erstellt: 08.09.2010, 18:13 Uhr

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1 Kommentar

Daniel Jaggi

08.09.2010, 18:49 Uhr
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Wieder wurde das Stimmvolk angelogen! Keine Mehrkosten bei der Einführung von Harmos! Kaum ist die Abstimmung vorbei, kommen die Linken mit Forderungen, wegen deren Mehrkosten die Bürgerlichen gewarnt haben. Für ihr Anliegen, die Kinder vom Staat, und nach ihrer Ideologie zu erziehen, ist ihnen jedes Mittel recht. Die Leidtragenden sind die Lehrer und die Kinder. Antworten



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