Grosser Rat will Berufsmaturanden Zugang zur PH Bern erleichtern

Der bernische Grosse Rat hat der Regierung den Auftrag erteilt, Berufsmaturanden künftig ohne Aufnahmeprüfung an der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern studieren zu lassen. Der Rat erhofft sich davon insbesondere mehr Männer im Lehrerberuf.

Der Grosse Rat möchte, dass mehr Männer den Lehrerberuf ausüben.

Der Grosse Rat möchte, dass mehr Männer den Lehrerberuf ausüben. Bild: Colourbox

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Angesichts des Lehrermangels sei es zudem klüger, Berufsmaturanden den Zugang zur Lehrerausbildung zu erleichtern als nach «Schnellbleichen» Quereinsteiger in die Schulzimmer zu schicken, hatten die Urheber des Vorstosses argumentiert. Bei ihnen handelt es sich um acht Personen aus mehreren Parteien.

Auch die Regierung sprach sich für Überweisung des Vorstosses aus. Die Durchlässigkeit des Bildungssystems sei ihr ein wichtiges Anliegen, hatte sie den Grossen Rat wissen lassen. Sie äusserte aber die Ansicht, die direkte Zulassung von Berufsmaturanden zu den pädagogischen Hochschulen müsse national koordiniert werden.

Mehr Männer gefragt

Deshalb beantragte die Regierung Überweisung der Forderung als Postulat. Mit 82 zu 57 Stimmen beschloss aber das Kantonsparlament bei 13 Enthaltungen, die Forderung in der verbindlichen Form der Motion zu verabschieden.

Mehr Männer in der Lehrerausbildung erhoffen sich die Motionäre dank der Änderung der Zulassungsbedingungen, weil ihnen zufolge Frauen eher den «normalen» Weg zur PH über ein Gymnasium wählen.

(js/sda)

Erstellt: 25.01.2012, 12:27 Uhr

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