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Geschenk für sauberes Rauchen

Von Hannah Einhaus. Aktualisiert am 01.07.2009

Als Folge des Rauchverbots werden mehr Zigarettenstummel auf den Strassen landen, befürchtet die Stadt und gibt Gegensteuer.

Hilft sparen: Berns Taschenaschenbecher mit Feuerzeug schützt vor Bussen wegen Strassenverschmutzung.

Hilft sparen: Berns Taschenaschenbecher mit Feuerzeug schützt vor Bussen wegen Strassenverschmutzung.
Bild: Keystone

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Was in den meisten europäischen Ländern funktioniert, solle auch in der Stadt Bern klappten, befand Gemeinderätin und Baudirektorin Regula Rytz gestern an einer Medienkonferenz. Dort sei das ab heute geltende Rauchverbot längst zu einem Nebenproblem geworden. Beim kommenden Rauchverbot in den Restaurants werden die Gäste unvermeidlich vor den Beizen rauchen. Nun will die Stadt Bern die Raucherinnen und Raucher davon abhalten, ihre Zigarettenstummel einfach auf dem Strassenboden auszudrücken. Wenn vor den Restaurants gequalmt wird, sollen nicht die Strassenfeger am nächsten Morgen den Abfall einsammeln müssen. Die Aktion «Subers Bärn – zäme geits», welche seit Jahren gegen Littering auf der Strasse läuft, hat nun das Rauchverbot für eine neue Sensibilisierungskampagne zum Anlass genommen. Sie verlangt das verantwortungs- und rücksichtsvolle Handeln der Raucherinnen und Raucher. Regula Rytz hält fest: «Ziel ist es, dass die Stadt nicht immer mehr Geld für die Reinigung ausgeben muss.»

Zuckerbrot und Peitsche

Die Kampagne umfasst Zuckerbrot und Peitsche: Pinto verteilt ab sofort in der Altstadt Feuerzeuge, die so breit sind wie eine Zündholzschachtel. Die eine Hälfte spendet Feuer, die andere umfasst einen Hohlraum mit einem Deckelchen, in dem vier, fünf Zigarettenstummel Platz haben. Das ist der Taschenaschenbecher der Stadt Bern, das präventive Element der Kampagne.

Eine gelbe Etikette ist auf der Schachtel aufgeklebt und weist auf die Peitsche der Kampagne: «Wer seine Zigarette wegwirft, muss mit einer Busse von 40 Franken rechnen», heisst es da. Vier, fünf nicht weggeworfene Zigaretten bieten also ein Sparpotenzial von bis zu 200 Franken, weshalb die Stadt beim Taschenaschenbecher auch mit Augenzwinkern von einer «Sparbüchse» spricht. Die Polizei sorgt mit den Bussen für die repressive Seite der Kampagne.

1500 solcher Taschenaschenbecher hat die Stadt produziert. Ob und wie sie benutzt werden, wird sich zeigen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.07.2009, 10:35 Uhr

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