Für Berns Parlament kandidieren so viele wie noch nie

Aktualisiert am 12.01.2010

Die Ausgangslage für die Grossratswahlen am 28. März im Kanton Bern steht fest: 1'937 Frauen und Männer auf 133 Listen kandidieren für einen der 160 Sitze im Parlament. Hier finden Sie die Listen.

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Diese Grossräte treten nicht mehr an

24 der 160 amtierenden bernischen Grossrätinnen und Grossräte kandidieren am kommenden 28.März nicht mehr fürs Kantonsparlament. Es sind die folgenden Parlamentarier, darunter auch die amtierende Ratspräsidentin Chantal Bornoz Flück (SP):

SP: Ueli Arm (Burgdorf), Therese Beeri (Münsingen), Hans Bieri (Spiez), Chantal Bornoz Flück (La Heutte), Annemarie Burkhalter (Bätterkinden), Irene Hänsenberger (Burgdorf), Paula Ramseier (Bern), Simon Ryser (Bern), Charles Stucki (Ins), Martin von Allmen (Thun).

SVP: Werner Aebischer (Guggisberg), Andreas Lanz (Thun).

FDP: Erwin Fischer (Lengnau), Klaus Künzli (Ittigen), Hans-Rudolf Markwalder (Burgdorf), Jean-Pierre Rérat (Sonvilier), Franziska Stalder (Muri).

Grüne: Lilo Lauterburg (Bern), Marianne Morgenthaler (Zollikofen).

BDP: Therese Bernhard (Worb), Daniel Pauli (Schliern).

auto-partei.ch: Jürg Scherrer (Biel).

Parteilos: Matthias Kurt (Lenk), Monika Barth (Biel).

Bei den Parteien EVP, EDU, CVP/PDC-PLJ und der Parti socialiste autonome du Sud du Jura (PSA) gibt es keine Rücktritte. Vor vier Jahren kandidierten 44 der damals noch 200 Grossräte nicht mehr. drh

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Am 28. März 2010 finden im Kanton Bern die Regierungsrats- und Grossratswahlen statt. Fürs Kantonsparlament ist am Montag die Anmeldefrist abgelaufen. Für den Grossen Rat sind 133 Listen eingereicht worden. Dies sind 28 Listen mehr als bei den Wahlen vor vier Jahren. Diese Zunahme ist auf die Gründung neuer Parteien (wie der BDP und der Grünliberalen) und die Neueinteilung der Wahlkreise für die Grossratswahlen (neu 9; vor vier Jahren 8) zurückzuführen. Gestiegen ist auch die Zahl der Kandidierenden: Mit 1'937 Kandidatinnen und Kandidaten wird ein neuer Rekord verzeichnet. Dies sind 12,1 Kandidierende auf einen Sitz. Vor vier Jahren waren es 1'690 Kandidierende (10,56 auf einen Sitz). Mit 620 Bewerberinnen liegt der Frauenanteil bei 32 Prozent (2006: rund 33,6 Prozent). Von den bisherigen Grossrätinnen und Grossräten kandidieren 136 wieder. Dies entspricht 85 Prozent (2006: 78 Prozent).

Für die Wahl der Mitglieder des Bernjurassischen Rates ist der Berner Jura in die drei Wahlkreise Courtelary, La Neuveville und Moutier eingeteilt. Für die 10 Mandate im Wahlkreis Courtelary kandidieren 67 Frauen und Männer auf 8 Listen; für die 11 Mandate im Wahlkreis Moutier sind es 73 Kandidierende auf 8 Listen und für die 3 Mandate im Wahlkreis La Neuveville 20 Kandidierende auf 8 Listen.

Erfolgsaussichten für Einthemenpartei

Neben der BDP und den Grünliberalen kandidiert auch die Piratenpartei erstmals fürs Berner Kantonsparlament. Der Einthemenpartei, die sich für Bürgerrechte und Gratisdownloads im Internet einsetzt, räumten Politologen nach ihrer Gründung im Sommer 2009 wenig Erfolgsaussichten ein. Umso überraschender ist, dass sie in Bern in gleich vier Wahlkreisen (Stadt Bern, Mittelland-Süd, Biel-Seeland und Berner Jura) mit eigenen Listen antritt. Diese sind allerdings mit zwei bis vier Personen pro Liste (ausschliesslich Männer) kurz. Damit bietet sich dasselbe Bild wie in Winterthur, wo die Partei für die Gemeindewahlen kandidiert, während sie in Zürich dafür nicht genügend Kandidaten fand. Auf der Liste Biel Seeland kandidiert der Ipsacher Informatikstudent Denis Simonet, der Präsident der Piratenpartei Schweiz.

Für die Wahlen des Regierungsrates läuft die Anmeldefrist am Montag, 25. Januar 2010, um 16.00 Uhr ab. (pd/mhg/BZ)

Erstellt: 12.01.2010, 08:43 Uhr

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