Dubiose Lehrkräfte: Meldepflicht wird geprüft

Die kantonale Erziehungsdirektion will prüfen, ob im Kanton Bern künftig eine Meldepflicht bestehen soll, wenn an Schulen dubiose Machenschaften von Lehrpersonen bekannt werden.

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Regierungsrat Bernhard Pulver machte diese Aussage am Dienstag in der Fragestunde des Grossen Rats. Er ging damit auf Fragen von Daniel Steiner-Brütsch (EVP/Langenthal) ein.

Dieser wollte unter anderem wissen, wieso laut «SonntagsZeitung» auf einer landesweiten schwarzen Liste nur drei Personen aus dem Kanton Bern stehen, hingegen 30 Lehrkräfte aus dem Kanton Zürich.

Auf dieser Liste der Erziehungsdirektorenkonferenz werden laut Steiner-Brütsch Lehrkräfte erfasst, denen etwa wegen Pädophilie die Unterrichtsberechtigung entzogen wurde.

Wieso dieser Unterschied bestehe, wisse die Regierung nicht, sagte Pulver. Zwischen Zürich und Bern flössen diesbezüglich keine Informationen.

Die im Kanton Zürich bestehende Meldepflicht komme aber als Grund für den Unterschied in Frage. Die Erziehungsdirektion prüfe die Meldepflicht bei der Revision des Volksschulgesetzes.

Laut Pulver wurden im Kanton Bern die Grundlagen für den Entzug der Unterrichtsberechtigung vor zehn Jahren eingeführt. Es seien derzeit auch vier Verfahren hängig. Ein Verfahren werde bei der Erziehungsdirektion eingeleitet, wenn diese «etwas erfahre».

Im Kanton Bern ist jüngst die Diskussion um schwarze Listen für Lehrer wieder aufgeflammt. In den Medien wurden diverse Fälle von Lehrern bekannt, die aus disziplinarischen Gründen entlassen wurden, andernorts aber wieder eine Anstellung fanden. (sda)

Erstellt: 08.06.2010, 12:21 Uhr

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