Die FDP versuchts mit Thierry Carrel
Von Susanne Graf. Aktualisiert am 20.01.2011 1 Kommentar
Artikel zum Thema
- Triponez tritt nicht mehr zu den Nationalratswahlen an
- Triponez: «Wenn ein Bisheriger aufhört, gibt es zwanzig, die sich freuen»
Die Kandidaten
Peter Flück, Brienz; Christa Markwalder, Burgdorf; Christian Wasserfallen, Bern (alle bisher); Christine Bobst, Langenthal; Thierry Carrel, Bern; Jean-Philippe Devaux, La Neuveville; Peter Dütschler, Thun; Peter Fischer, Hilterfingen; Beat Giauque, Ittigen; Pierre-Yves Grivel, Bienne; Adrian Haas, Bern; Peter Haudenschild, Niederbipp; Barbara Hayoz, Bern; Stefan Kaufmann, Biel; Therese Klossner, Reichenbach; Thomas Mattig, Bern; Philippe Müller, Bern; Corinne Schmidhauser, Bremgarten; Peter Sommer, Wynigen; Ruedi Sutter, Grosshöchstetten; Alexandra Thalhammer, Bern; Dave von Kaenel, Villeret; Katrin Zumstein, Bützberg.
Autosteuern
Nach einer hitzigen Diskussion bezog gestern auch die FDP Stellung zur kantonalen Abstimmung vom 13.Februar über die Revision der Motorfahrzeugsteuern: Die Delegierten sprachen sich mit 83 zu 42 Stimmen und sieben Enthaltungen für die Variante des Grossen Rats (Ecotax) aus. Den Volksvorschlag, den Garagisten lanciert haben, lehnten sie ab. Dieser sieht eine grosszügigere Steuersenkung vor sowie eine deutlich geringere Ökologisierung der Autosteuern.
Die FDP reiht sich damit in das grosse Lager der Ecotax-Supporter ein: neben SP, Grünen, BDP, EVP, EDU, GLP und CVP. In der BDP fasste der Vorstand die Parole gleich selber, eine Diskussion an der Delegiertenversammlung diese Woche fand nicht statt.
Somit bleibt es dabei: Die SVP unterstützt als einzige Partei den Volksvorschlag. Im Grossen Rat hatte sie Ecotax noch mitgetragen; später wechselte sie das Lager.
Die FDP des Kantons Bern steigt mit einem prominenten Kandidaten in die Nationalratswahlen: Der Berner Herzchirurg Thierry Carrel lässt sich vor den Karren spannen. Von den 23 Nominierten war er der einzige, der gestern an der Versammlung in Sumiswald Fragen aus dem Publikum beantworten musste. Ein Delegierter zeigte sich zwar «hocherfreut» über die Kandidatur eines Vertreters aus dem Gesundheitswesen. Aber er fragte Carrel: «Bringen Sie das zeitlich hin?» Die Frage kam nicht überraschend. Schmunzelnd meinte Carrel: «Es berührt mich, dass sich so viele Leute über meinen Arbeitsalltag Sorgen machen.» Gegenüber dieser Zeitung stellte er fest, die Leute hätten offenbar ein falsches Bild von seiner Arbeit. Gegenwärtig arbeite er zwar 70 bis 100 Stunden pro Woche, «doch wären es nur 50, würde es niemand merken». Er wolle die Leitung der Uni-Klinik nicht etwa abgeben, aber seinen Leuten mehr «sichtbare Verantwortung übergeben».
Weniger Bisherige
Die Berner FDP ist auf ein neues Zugpferd angewiesen, wenn sie ihre bisher vier Sitze im Nationalrat verteidigen will. Denn mit Pierre Triponez tritt ein bekanntes Gesicht nicht mehr an (siehe Interview). Und sollte Christa Markwalder diesen Frühling die Wahl in den Ständerat schaffen, startet die Partei nächsten Herbst nur noch mit zwei Bisherigen in die Wahlen: mit Christian Wasserfallen und Peter Flück – wobei letzterer für Bundesrat Johann Schneider-Ammann nachgerutscht ist und somit bloss ein Jahr Zeit hat, sich national bekannt zu machen.
Die Kandidatinnen und Kandidaten: Peter Flück, Brienz; Christa Markwalder, Burgdorf; Christian Wasserfallen, Bern (alle bisher); Christine Bobst, Langenthal; Thierry Carrel, Bern; Jean-Philippe Devaux, La Neuveville; Peter Dütschler, Thun; Peter Fischer, Hilterfingen; Beat
Giauque, Ittigen; Pierre-Yves Grivel, Bienne; Adrian Haas, Bern; Peter Haudenschild, Niederbipp; Barbara Hayoz, Bern; Stefan Kaufmann, Biel; Therese Klossner, Reichenbach; Thomas Mattig, Bern; Philippe Müller, Bern; Corinne Schmidhauser, Bremgarten; Peter Sommer, Wynigen; Ruedi Sutter, Grosshöchstetten; Alexandra Thalhammer, Bern; Dave von Kaenel, Villeret; Katrin Zumstein, Bützberg.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 20.01.2011, 06:44 Uhr






