Die FDP des Kantons Bern will die Freiheit schützen
Von Susanne Graf. Aktualisiert am 23.01.2012 1 Kommentar
Adrian Kneubühler (Bild: Andreas Blatter)
Über 120 Mitglieder der FDP Kanton Bern haben am Samstag in Münsingen über die Zukunft ihrer Kantonalpartei diskutiert. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2011 hatten die Freisinnigen das Bedürfnis, in Klausur und zur Ausrichtung ihrer Partei über die Bücher zu gehen. Euphorisch teilten sie nach der Veranstaltung mit: «Die Zukunft der FDP Kanton Bern hat heute begonnen.»
Inhaltsleere Mitteilung
Doch womit sich die FDP Kanton Bern künftig bei den Wählern verdient machen will, verrät die Medienmitteilung nicht. Es ist von «höchst engagierten» Diskussionen zu lesen, von einem feu sacré, das zu spüren gewesen sei und von sichtbarer «freisinniger Energie». Worin diese Energie besteht, und mit welchen Erkenntnissen die Partei ihre Zukunft begonnen hat, darüber schweigt sich die Mitteilung aus. Der interimistische Parteipräsident Pierre-Yves Grivel, der als Auskunftsperson angegeben war, konnte gestern nicht erreicht werden.
Konkret ist deshalb von offizieller Seite einzig zu vernehmen, dass der Posten für das Präsidium ausgeschrieben und die Sektionen bis am 29.Februar Kandidaten melden können. Am 23.Mai sollen die Delegierten den neuen Präsidenten oder die neue Präsidentin wählen. Das deutet nicht darauf hin, dass die Partei schon einen profilierten Kopf für das Amt im Auge hat. «Das Präsidium einer Kantonalpartei ist in keiner Partei ein Wunschjob», sagt dazu Adrian Kneubühler (Nidau), FDP-Grossrat und Fraktionspräsident. Mit der Ausschreibung wolle man aber verhindern, dass sich bei der Kandidatensuche jemand ausgeschlossen fühle.
Garant der Freiheit
Kneubühlers «persönliche Schlussfolgerungen» nach der Klausur zeigen, wohin die Reise der Berner FDP gehen könnte. Sie wolle als die Partei wahrgenommen werden, die die Freiheit schütze und garantiere, sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozial- und sicherheitspolitischen Bereich. Zudem sei die parteiinterne Verhaltenskultur diskutiert worden: «Intern geben wir uns auf den Gring, gegen aussen treten wir geschlossen auf», fasst Kneubühler zusammen. Besser werden soll auch die Organisation der Partei. Die Verbindung zwischen den Parlamentariern und den Sektionen müsse besser werden, damit die Sektionen innovativer würden und die Parlamentarier stärkeren Rückhalt spürten. (Berner Zeitung)
Erstellt: 23.01.2012, 07:56 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Eine Schlussfogerung mit Händen und Füssen - wie es mit der bürgerlichen Politik im Kanton Bern weiter gehen soll, interessiert scheinbar die Freisinnigen überhaupt nicht - überlassen wir doch einfach das Feld den mitte-links Parteien - Super! Antworten

Bitte warten




