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«Der Abstand ist zu gross»

Von Andrea Sommer. Aktualisiert am 15.02.2011 1 Kommentar

Christa Markwalder hat am Montag ihren Rückzug bekannt gegeben: Der Abstand zu SP und SVP sei zu gross, als dass sie noch einmal antrete.

Steigt aus dem Rennen: FDP-Kandidatin Christa Markwalder. (Bild: Keystone )

Frau Markwalder, sind Sie erleichtert?
Christa Markwalder: Ich habe mir den Entscheid sorgfältig überlegt. Wenn man den richtigen Entscheid gefällt hat, dann fühlt man sich erleichtert.

Konnten Sie frei entscheiden, oder hat Ihre Partei Sie unter Druck gesetzt?
Nein, meine Partei hat mich überhaupt nicht gedrängt. Ich habe das Wahlresultat vom Sonntag in Ruhe und für mich analysiert und meine Chancen in einem zweiten Wahlgang ausgerechnet. Dabei stellte ich fest, dass der Abstand zu den anderen Kandidierenden zu gross ist, als dass sie glaubwürdig noch einmal antrete.

Ziehen Sie sich zurück, um Ihre Wiederwahl in den Nationalrat im Herbst nicht zu gefährden?
Nein. Ich freue mich darauf, mich nun wieder auf den Nationalrat konzentrieren zu können. Als Präsidentin der aussenpolitischen Kommission habe ich einige spannende Dossiers auf dem Tisch. Auch in der Kommission für Rechtsfragen stehen einige Projekte an, auf die ich mich nun wieder voll konzentrieren kann. Wenn es eine reelle Chance gäbe, hätte ich nochmals kandidiert.

Hat Ihre EU-Politik oder der tiefe Wähleranteil der FDP zu Ihrem schlechten Resultat geführt?
Es ist eine Kombination verschiedener Faktoren. Die Waffen-Initiative und die AKW-Vorlage haben vor allem die Kräfte von links und rechts mobilisiert. Was den Wähleranteil der FDP angeht: Immerhin konnte ich fast doppelt so viele Wähler überzeugen, wie es FDP-Stammwähler gibt. Prozentual erreichte ich etwas mehr Stimmen als die letzte FDP-Kandidatin Dora Andres vor dreieinhalb Jahren. Inwiefern meine EU-Politik eine Rolle spielt, ist schwer zu sagen. Tatsache ist, dass ich es in vielen Agglomerationsgebieten nicht geschafft habe, mehr Stimmen zu holen. Deshalb ziehe ich mich nun zurück. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.02.2011, 06:10 Uhr

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1 Kommentar

kurt habegger

15.02.2011, 08:51 Uhr
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Wenn man sich vorstellt, dass sich die ganze BDP hinter Frau Markwalder gestellt hat, taucht die Frage auf, wie weit die FDP Kanton Bern gesunken ist - es sei denn, dass die BDP Wähler mehrheitlich Ursula Wyss gestimmt haben - der 2. Wahlgang bringt Klarheit. Scheinbar ist man nicht bereit eine ungeteilte Standesstimme anzustreben - das sind Worthülsen von FDP und BDP - wichtiger ist gegen die SVP Antworten



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