Bruno Moser vor Rathaus angehalten

Regierungsratskandidat Bruno Moser (parteilos) wurde vor dem Berner Rathaus von der Polizei angehalten. Offenbar hatte er sich geweigert, sich auszuweisen.

Der parteilose Regierungsratskandidat Bruno Moser wird vor dem Rathaus von der Polizei angehalten.
Video: Michael Steiner

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Am Rande der Berner Wahlen vom Sonntag hat ein Zwischenfall vor dem Rathaus zu reden gegeben. Der parteilose Regierungsratskandidat Bruno Moser wurde von der Polizei auf die Wache gebracht (siehe Video), weil er sich gemäss Polizeiangaben nicht hatte ausweisen wollen.

Moser habe zunächst Flyer auf dem Boden des Rathausplatzes verteilt, schreiben die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung. Danach habe ihn eine Polizeipatrouille kontrollieren wollen. Moser habe sich aber geweigert, sich gegenüber der Polizei auszuweisen.

Zu wehren versucht

Als der parteilose Regierungskandidat dann ins Rathaus gehen wollte, wurde er von Polizisten zurückgehalten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Danach habe sich Moser auf den Boden gesetzt.

«Nachdem er die mehrmalige Aufforderung, sich gegenüber der Patrouille auszuweisen, vor Ort nicht nachkam, musste er schliesslich zur Kontrolle auf eine Wache geführt werden», schreibt die Polizei. Moser habe sich dagegen zu wehren versucht, «weshalb er schliesslich zu Boden geführt werden musste».

Im Interview mit äussert sich Regierungskandidat Bruno Moser zu seiner Anhaltung vom Sonntagvormittag.


Video: Adrian Dällenbach

Einseitiges Programm

Exot Bruno Moser trat bereits zum vierten Mal zur Regierungsratswahl an. 2010 erhielt er 6886 Stimmen. Moser will die Steuern auf Arbeit, Gütern und Kapital durch eine Steuer auf den Wert des Bodens ersetzen. «Dass dies funktioniert, lebt die Berner Burgergemeinde seit langem vor», sagt Moser. Laut ihm würde solch ein Systemwechsel zu einem «freien Volk im Berner Garten Eden» führen. Die Bernerinnen und Berner wären dann «freischaffend und steuerfrei – frei finanziert via die simple Rückführung der jährlichen Standort- und Privilegienwerte an die Gemeinschaft».

Der 53-jährige Moser sagt von sich, an der Uni Bern Volkswirtschaft und Politologie studiert zu haben und als Taxi-&Limousinenfahrer, als Journalist sowie als Controller und Berater von ausländischen Regierungen etwa in Vietnam tätig gewesen zu sein. Zudem ist Moser Vizepräsident von Neuland, einem Verein für «menschengerechte Steuern».

Auch für den Kanton Bern will Moser bereits gearbeitet haben, und zwar von 2008 bis 2010 als Steuer- und Wirtschaftsberater der kantonalen Finanzdirektion.

So reagiert die Twittergemeinde auf die Festnahme

(js)

Erstellt: 30.03.2014, 17:37 Uhr

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