Region
Bloss drei Kandidierende sind gegen das Rauchverbot
Von Martin Haslebacher. Aktualisiert am 26.02.2010 3 Kommentare
Das Rauchverbot im Kanton Bern gilt ab 1. Juli 2009: Drei Kandiaten der Regierungsratswahlen sind gegen das neue Gesetz. (Bild: Keystone)
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Die Gegner des seit dem 1. Juli 2009 geltenden Rauchverbots im Kanton Bern werden es nach den Wahlen am 28. März nicht einfacher haben. Das zeigt eine Auswertung der Profile von 14 Kandidatinnen und Kandidaten bei der Online-Wahlhilfe Smartvote. «Begrüssen Sie das seit 1. Juli 2009 geltende Rauchverbot in öffentlichen Räumen im Kanton Bern? (öffentliche Gebäude, Kinos, Theater, Restaurants, Bars, etc.)», lautete die Frage. Und nur gerade drei Kandidierende haben sie mit Nein beantwortet.
Nicht überraschend ist Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) darunter, der trotz Rauchverbot im Festzelt des Eidgenössischen Hornusserfests seine Pfeife anzündete und danach erklärte, er habe nicht gewusst, dass das Rauchverbot auch für Festzelte gelte. Auch Parteikollege Sylvain Astier sowie Beatrice Simon (SVP) outen sich als Gegner des Rauchverbots. Simon kommentiert: «Ich bin Nichtraucherin und geniesse rauchfreie Zonen, aber ich bin gegen einen so massiven Eingriff in die Privatwirtschaft». Mit «eher Ja» zu den Befürwortern gehören dagegen die SVP-Kandidaten Christoph Neuhaus und Albert Rösti. Mit einem klaren Ja stellt sich auch Andreas Rickenbacher (SP) hinter das von seiner Volkswirtschaftsdirektion umgesetze Verbot. Derweil sind Barbara Egger (SP) und Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) wie auch der Grüne Bernhard Pulver mit «eher ja» nicht ganz so überzeugt dabei. Gar nichts erhoffen können sich die Kritiker des Rauchverbots von Patrick Gsteiger (EVP), Marc Jost (EVP), Alexandra Perina-Werz (CVP) und Josef Rothenfluh (parteilos), die sich mit klarem Ja hinter das geltende Verbot stellen. Wer wissen will, wie sich die Kandidatinnen und Kandidaten zu 64 weiteren Fragen positionieren, findet ihre Antworten bei Smartvote hier: www.bernerzeitung.ch
Bisher haben 88 Prozent der für den Regierungsrat Kandidierenden sowie 69 Prozent der Anwärterinnen und Anwärter auf einen Sitz im Grossen Rat bei Smartvote Stellung bezogen. Wer sich noch registrieren will, kann dies weiterhin tun. Das lohnt sich: Bei Smartvote wurden bereits 10 200 Wahlempfehlungen fürs Parlament und über 2800 für die Regierung heruntergeladen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 26.02.2010, 15:44 Uhr
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3 Kommentare
"Gar nichts erhoffen können sich die Kritiker des Rauchverbots von Patrick Gsteiger (EVP), Marc Jost (EVP), Alexandra Perina-Werz (CVP) und Josef Rothenfluh (parteilos), die sich mit klarem Ja hinter das geltende Verbot stellen." Sehr erfreulich - diese Regierungsratskandidierenden verdienen Unterstützung! Antworten
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fritz müller
lieber herr löffel, ich akzeptiere ja, dass sie offenbar politiker wählen, die sie bevormunden wollen und ihnen sagen, was sie zu tun haben und was nicht. als mündiger bürger, der jedoch selber entscheiden kann, was gut für ihn ist und was nicht, wähle ich sicher keine kandidaten, die mir noch den letzten rest meiner menschenwürde rauben und mich offenbar nur mündig genug ansehen, sie zu wählen. Antworten