Bessere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen tut not

Aktualisiert am 16.03.2010

Im Kanton Bern braucht es ein besseres Zusammenwirken aller Leistungsträger im Gesundheitswesen.

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Der Grosse Rat hat am Dienstag einen Bericht zur sogenannten Managed Care-Strategie mit 110:14 Stimmen bei neun Enthaltungen zur Kenntnis genommen. Es gehe um die Verbesserung der Behandlungsqualität, erklärte Willfried Gasser namens der Oberaufsichtskommission des Grossen Rates. Auch der Regierungsrat erachtet die kantonale Managed Care- Strategie als wünschenswert. Dabei gehe es nicht um neue Versicherungsformen. Die empfohlenen Massnahmen müssten nun noch vertieft analysiert werden.

Gegen die Strategie wandte sich die FDP. Ihre Sprecherin Katrin Zumstein (Langenthal) sagte, dem Bericht sei keine weitere Folge zu geben. Die Spitäler seien bereits durch das Spitalgesetz verpflichtet, sich zu vernetzen und miteinander abzustimmen. Im übrigen seien sie aber selbständige Aktiengesellschaften.

Die FDP blieb mit dieser Haltung allein. Der Rat nahm den Bericht zur Kenntnis, verbunden mit dem Auftrag, bei der Einführung einer kantonalen Managed Care-Strategie die Ziele klar zu definieren. Dabei seien Aussagen bezüglich Kosten und Qualität der Versorgung zu machen.

Managementprinzipien

Unter dem Begriff Managed Care versteht man die Anwendung von betrieblichen Managementprinzipien bei der Finanzierung und Steuerung des Gesundheitswesens. Angebot, Nachfrage und Finanzierung werden nicht mehr unabhängig von einander betrachtet, sondern miteinander verknüpft, ohne aber das Solidaritätsprinzip aufzugeben.

Ziel des Managed Care-Systems sind Kosteneinsparungen. In herkömmlichen Systemen fehlt oft der Sparanreiz. Denn, vereinfacht gesagt, bezahlt nicht der Patient für die Leistungen, sondern via Kasse die Allgemeinheit.

Dies bedeutet, dass sich Anbieter nicht nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Konsumenten richten müssen. Der Versicherer wiederum kann, bei Bedarf die Prämien erhöhen. (vh/sda)

Erstellt: 16.03.2010, 12:07 Uhr

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