Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Berner Pensionskasse: Delegierte wollen zurück zum Leistungsprimat

Aktualisiert am 16.06.2009 1 Kommentar

Die Delegiertenversammlung der Bernischen Pensionskasse (BPK) fordert in einer Resolution, dass der vorgesehene Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat sistiert wird.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Zudem verlangen die Delegierten, dass Sanierungsbeiträge «massvoll» angesetzt werden. Den bernischen Kantonsangestellten, die in der BPK versichert sind, drohe sonst eine Reallohnverschlechterung, sagte Matthias Burkhalter, Geschäftsführer des Bernischen Staatspersonalverbands (BSPV), zu der Resolution. Sie wurde am Dienstag einstimmig bei vier Enthaltungen verabschiedet.

Die Verwaltungskommission der BPK hatte unlängst vorgeschlagen, dass Arbeitgeber und Versicherte einen befristeten Sanierungsbeitrag leisten sollen. Derzeit klafft bei der BPK eine Deckungslücke von 1,1 Mrd. Franken.

Keine Leistungskürzungen

Sanierungsmassnahmen seien unbestrittenermassen nötig, sagte Burkhalter weiter: «Wir wollen eine gesunde Kasse». An den Leistungen dürfe aber auf keinen Fall gekürzt werden, wie die Resolution weiter fordert.

Per Ende 2008 wies die BPK einen Deckungsgrad von 87,3 Prozent auf. Bei der Schwesterkasse, der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK), betrug er gar nur 73,5 Prozent.

Die Kassen möchten deshalb auch den technischen Zinssatz senken - die BLVK von heute 4 auf 3,25 Prozent, die BPK von 4 auf 3,5 Prozent. Die Berner Regierung muss noch darüber befinden.

Senkung überhastet

Die Verwaltungskommission habe mit diesem Antrag «überreagiert», sagte Burkhalter. Der technische Zinssatz solle nur gesenkt werden, wenn gleichzeitig das Projekt FUTURA sistiert werde. Darin prüft der Kanton gemäss dem Auftrag des Grossen Rats den Wechsel der Pensionskassen vom Leistungs- zum Beitragsprimat.

Roland Seiler, Präsident der Verwaltungskommission, betonte seinerseit, dass es nicht darum gehe, den Versicherten «das Geld aus dem Sack zu ziehen». Eine Senkung des technischen Zinssatzes sei im Interesse der Kasse.

Im Mai hatten die Delegierten der BLVK an ihrer Delegiertenversammlung gefordert, den Versicherten der BPK gleichgestellt zu werden. Dabei zielten sie insbesondere auf die Sanierungsbeiträge und die unterschiedlich hohe Anpassung des technischen Zinssatzes ab. (sda)

Erstellt: 16.06.2009, 15:18 Uhr

1

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

1 Kommentar

Ronald Lack

16.06.2009, 19:01 Uhr
Melden

Man sollte endllich die Verantwortlichen für das Debakel zur verantwortung ziehen Antworten