Bern will kein Uran aus fragwürdigen Quellen

Für die bernische Kantonsregierung ist es «nicht akzeptabel», dass der bernische Energiekonzern BKW nicht vollumfänglich sagen kann, woher das Uran für das Kernkraftwerk Mühleberg kommt. Sie will sich deshalb beim Bund für eine Uran- Deklarationspflicht einsetzen.

Das AKW Mühleberg: Der Regierungsrat will genau wissen, woher das Uran stammt.

Das AKW Mühleberg: Der Regierungsrat will genau wissen, woher das Uran stammt. Bild: Andreas Blatter

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Die BKW als Betreiberin des Kernkraftwerks Mühleberg habe ihr mitgeteilt, sie könne die Prozessschritte zur Brennelementherstellung und zur Anreicherung des Natururans nachvollziehen, schreibt die Regierung in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss.

Die Schritte zur Gewinnung des Natururans könne die BKW jedoch nicht vollständig nachvollziehen, heisst es in der Antwort weiter. Das heisse, dass Uran aus fragwürdigen Quellen stammen könnte.

Regierung will gesetzliche Verankerung

Die Regierung möchte deshalb, dass der Bund die Uran- Deklarationspflicht gesetzlich verankert. Sie wird auch bei der BKW selber verlangen, dass künftig die Herkunft des Urans genau bekannt ist. Der Kanton Bern ist Hauptaktionär der BKW und deshalb im Verwaltungsrat vertreten.

Der Regierungsrat erwarte, dass die BKW künftig «lückenlos die Prozesse vom Uranabbau bis zur Fertigstellung der Brennelemente kennt, diese transparent offenlegt und sicherstellt, dass kein Natururan aus fragwürdigen Quellen bezogen wird», heisst es in der Antwort. (gbl/sda)

Erstellt: 20.12.2010, 10:52 Uhr

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