Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Auch Hausärzte sind im dringenden Fall da

Von Brigitte Walser. Aktualisiert am 04.01.2011

Für Notfälle, die nicht im Spital behandelt werden müssen, sind die Notfallärzte der ambulanten Arztpraxen zuständig. Sie sind rund um die Uhr erreichbar.

Daniel Marth, VR-Präsident, und Monika Bütikofer, Geschäftsführerin von Medphone, in den neuen Räumen am Brunnhofweg in Bern.

Daniel Marth, VR-Präsident, und Monika Bütikofer, Geschäftsführerin von Medphone, in den neuen Räumen am Brunnhofweg in Bern.
Bild: Urs Baumann

Krankheiten und Unfälle halten sich nicht immer an die Öffnungszeiten von Arztpraxen. Damit dringende Fälle rund um die Uhr behandelt werden können, leisten Ärzte mit eigener Praxis Notfalldienst. Im amtlichen Anzeiger oder auf dem Anrufbeantworter des Hausarztes ist zu erfahren, wer nachts oder über Feiertage zu erreichen ist. Im Kanton Bern haben sich 1400 Ärzte zum Notfalldienst zusammengeschlossen und unter dem Namen Medphone eine gemeinsame Telefonnummer eingerichtet. Die Medphone-Nummer kann man wählen, wenn der eigene Arzt nicht erreichbar ist oder wenn man gar keinen eigenen Hausarzt hat.

Neue Büros

Wählt man die Medphone-Nummer, klingelt seit Mitte September am Berner Brunnhofweg das Telefon. Vorher war die Koordinationsstelle des Ärztenotrufs an der Bolligenstrasse untergebracht. In den neuen Büros nehmen zwei bis sechs Pflegefachfrauen die Anrufe entgegen. Im Schnitt beantworten sie täglich 200 Telefonanrufe. Über Festtage können es aber auch bis zu 800 Anrufe sein, wie Monika Bütikofer, Geschäftsführerin von Medphone, erklärt. Die Pflegefachfrauen geben am Telefon Auskunft, teilen den Anrufenden mit, in welcher Praxis der Notfallarzt erreichbar ist, oder sorgen falls nötig dafür, dass der Arzt gleich selbst zu den Anrufenden fährt. Medphone vermittelt nicht nur Hausärzte und Spezialisten, sondern ist auch mit den Dienst habenden Zahnärzten, Kinderärzten, Psychiatern sowie mit der Spitex vernetzt und kann die entsprechenden Kontakte herstellen.

Falls nötig, verweisen die Pflegefachfrauen ans Spital weiter oder rufen die Ambulanz. Nötig ist das allerdings fast nie. «Ein Drittel der Anrufe können die Pflegefachfrauen mit ihrem Fachwissen gleich selbst klären», sagt Medphone-Präsident Daniel Marth. Bei 65 Prozent der Fälle wird eine Behandlung durch den Notfallarzt nötig. Bei 2 Prozent der Fälle wird die Ambulanz gerufen.

Medphone wird zu 80 Prozent von jenen frei praktizierenden Ärzten finanziert, die verpflichtet sind, Notfalldienst zu leisten. 10 Prozent der Kosten übernimmt der Kanton Bern und 10 Prozent zahlen die Patienten: Ein Anruf kostet ab Festnetz 88 Rappen pro Minute.

Weitere Angebote

Neben dem ärztlichen Notfalldienst gibt es in der Stadt Bern den City Notfall. Diese Praxis im Bubenbergzentrum ist täglich geöffnet und kann ohne Voranmeldung aufgesucht werden.

Auch die Apotheken leisten Notfalldienst. In der Stadt Bern und Umgebung wird die Notfallnummer von der Apotheke im Bahnhof Bern bedient. Nachts wird der Anruf an den Dienst habenden Apotheker weitergeleitet. Dieser gibt in dringenden Fällen nicht nur Medikamente ab, sondern kann ebenfalls Tipps geben, wie man ein Leiden selbst lindern kann.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 04.01.2011, 07:47 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare