19 Schulen arbeiten mit ehemaliger «Problemsoftware»
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2003 startete die Erziehungsdirektion das Projekt für eine einheitliche und zentralisierte Informatiklösung. Schon bald erwies sich «Evento» aber als «Problemkind».
Heute ist das 30-Mio-Projekt wieder auf Kurs, wie die bernische Erziehungsdirektion am Freitag mitteilte. Doch die Begeisterung scheint sich in Grenzen zu halten.
Verbesserungen an die Hand nehmen
Die Software erfülle «in grossen Teilen die Anforderungen der Schulen», heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Gewisse Restarbeiten brauche es noch bei der Stundenplanung und der Schnittstelle zur Lehrvertragssoftware Escada. Diese würden nun schrittweise an die Hand genommen.
19 Berufsschulen und Gymnasien werden ab Ende Jahr auf Evento umgestellt haben. Das sind rund 25'000 Schülerinnen und Schüler, etwa 57 Prozent aller Lernenden der Sekundarstufe II.
Weitere Schulen folgten, sagte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Freitag auf Anfrage. Man habe für alle Schulen Lizenzverträge, so dass dort keine weiteren Kosten entstünden, wenn Schulen auf Evento umstellten.
An Schulen, wo die bisherigen Informatiklösungen ausliefen oder nicht mehr funktionierten, werde man evaluieren, welche Lösung Sinn mache. Bei solchen Gesprächen habe sich in letzter Zeit aber vielfach Evento als gute Lösung herausgestellt.
Kredit für weiteren Betrieb
Pulver betonte auch, dass der Kanton 2003 eine neue Informatiklösung gebraucht habe. Der Schritt Richtung Professionalisierung habe gemacht werden müssen. «Auch ohne Evento wären Kosten entstanden».
Er sei kein begeisterter Anhänger zentralisierter Lösungen, sagte Pulver weiter. Auf den ersten Blick versprächen solche Projekte Kosteneinsparungen, kämen im Endeffekt aber meist teurer. Auch Evento habe ihn in seiner Ansicht bestärkt.
Inzwischen hat der Regierungsrat den Abschlussbericht des Projekts zur Kenntnis genommen und für den Betrieb einen jährlichen Kredit von 1,2 Millionen Franken gesprochen, wie aus der Mitteilung vom Freitag weiter hervorgeht.
Das Projekt Evento kostete insgesamt 33,3 Millionen Franken. Darin eingeschlossen ist ein im November 2008 genehmigter Zusatzkredit von 7,2 Mio. Franken, der wegen Projektverzögerungen beansprucht werden musste. (js/sda)
Erstellt: 22.01.2010, 15:46 Uhr






