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1379 offene Lehrstellen im Kanton Bern

Von Michael Widmer. Aktualisiert am 09.03.2010

An der Lehrstellenfront sieht es gut aus. Der Bund und Bern melden: stabile Lage. Doch für Lernschwache bleibt es schwierig.

Hoffnung für Schulabgänger: Im Kanton Bern gibt es 1379 offene Lehrstellen.

Hoffnung für Schulabgänger: Im Kanton Bern gibt es 1379 offene Lehrstellen. (Bild: Keystone)

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Wer derzeit im Kanton Bern auf Lehrstellensuche ist, kann sich Hoffnungen auf einen erfolgreichen Vertragsabschluss machen. Wie der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver gestern auf Anfrage sagte, waren per Ende Februar 1379 Lehrstellen noch unbesetzt. «In unserem Kanton werden momentan 145 Lehrstellen mehr angeboten als noch vor einem Jahr. Insgesamt wurden uns bislang 3970 Ausbildungsplätze gemeldet», berichtete Pulver. Bis August dürfte an der Lehrstellenfront noch einiges gehen. Wie Pulver weiter erklärte, dürften bis im Sommer kantonsweit rund 10000 Lehrstellen zur Verfügung stehen – trotz Wirtschaftskrise. «Es zeigt sich, dass die Unternehmen um den Wert einer Lehrstelle wissen. Wenn der Aufschwung kommt, brauchen sie gut ausgebildetes Personal», hielt Pulver gestern fest.

Polymechaniker gesucht

Trotz vieler offener Lehrstellen werden jedoch kaum alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger ihre Wunschlehre antreten können. Zwar müssen wegen der rückläufigen Schülerzahlen die Betriebe immer stärker um die Lernenden kämpfen. Doch gemäss der Erziehungsdirektion sind vorab die Stellen in den Bereichen Informatik, Gestaltung und Gesundheit heiss begehrt und entsprechend rasch besetzt.

In Bereichen, wo die schulischen und praktischen Anforderungen an die Lernenden hoch sind – bei Polymechanikern oder Elektronikern zum Beispiel –, ist es gemäss Pulver hingegen nicht einfach, Lernende zu finden.

Gleiches beobachtet das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) in seinen gestern veröffentlichten Lehrstellen-Trendmeldungen für die ganze Schweiz. Gute Schüler ziehen der Lehre gemäss Statistik tendenziell das Gymnasium oder die Berufsmatura vor.

Weitere schwierig zu vermittelnde Stellen gibt es im Kanton Bern laut Pulver in Berufen, wo Aussenarbeiten verrichtet werden müssen (Tiefbau) und wo die Arbeitszeiten unregelmässig sind (Gastgewerbe, Lebensmittelsektor).

Lernschwache mit Mühe

Für lernschwache Schülerinnen und Schüler wird es dennoch nicht einfacher, eine Stelle zu finden. Wie das BBT in seinem Zwischenbericht weiter festhält, haben Jugendliche «mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden».

Insgesamt beurteilt das Bundesamt den Lehrstellenmarkt gesamtschweizerisch als «stabil». Trotz angespannter Wirtschaftslage investierten die Betriebe konsequent in die Ausbildung von Lernenden und strichen keine Lehrstellen auf Grund kurzfristiger Rentabilitätsüberlegungen, schreibt das BBT. Die nächste Zwischenstandmeldung ist für April geplant. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.03.2010, 07:34 Uhr

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