Region
«Unter Strom» und kein bisschen leise
Stichworte
Angefangen hat alles im Berner Oberland und dort auf der Alp und dort im Kuhstall: Die ersten Subversiv-Festivals lebten von der Improvisation. Da mussten Melkmaschinen-Generatoren plötzlich Stromgitarren versorgen. Was das mit allfällig anwesenden Nutztieren gemacht hat, ist nicht überliefert. Mit von der Partie Bands mit Namen wie Unhold und Uristier oder den verschollenen Nobodys Darling.
Professionelles Duo
Die andere Geschichte aber ging weiter und ist heute 15-jährig: «Das Label Subversiv Records ist inzwischen professionell», sagt Matthias Hämmerly. Er muss es wissen. Auch seine Band The Monofones lässt sich von Daniel Fischer und Philipp Thöni produzieren. Fischer vom Hasliberg, Thöni aus Brienz haben mittlerweile nicht mehr nur Bands ohne Namen unter Vertrag. Sie stammen schon einmal aus England oder Deutschland.
Am Jubiläumsfestival des Labels – statt im Stall in diversen Berner Clubs – stellen davon viele ihre Verstärker auf Vollgas. Mit dabei Unhold und Uristier als Bands der ersten Stunde. Einschlägig bekannt sind The Jackets, Goodbye Fairbanks, Choo Choo und Tight Finks. Den Auftakt macht aber ein Film. Matthias Hämmerly und Jan Mühlethaler begaben sich auf Spurensuche. Der Film dazu heisst «Unter Strom» und ist heute Abend um 20 Uhr im Kino in der Reitschule zum ersten Mal zu sehen. Im Trailer zum Film haben sich Punk und Kuhweide versöhnt. Wer den 90-minütigen Streifen verpasst, kann ihn während einiger Tage im Januar in der Cinématte anschauen.
Strommusik in den Clubs
Am Donnerstag, Freitag und Samstag sind dann aber die Hauptdarsteller Musiker auf den Bühnen verschiedener Clubs in der Stadt Bern. Die Gitarren dürften etwas rauer als in chartstauglichem Songmaterial angefasst werden. Dafür tönt der Sound authentisch. Das detaillierte Programm zum Festival ist unter www.swissunderground.com/subrec zu finden.cab>
Erstellt: 09.12.2009, 00:34 Uhr
Region
Region
Meistgelesen in der Rubrik Region
Umfrage
Braucht es wegen Facebook, Google und Co. einen besseren Datenschutz?





















