Kalte Dusche für die Energiestrategie

Aktualisiert am 20.10.2009

Köniz verfügt neu über eine Energiestrategie bis ins Jahr 2035. Im Parlament erntete das Dokument mehrheitlich Kritik.

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Wirklich Freude hatte niemand: Gemeinderätin Rita Haudenschild (Grüne) musste sich für ihre Energiestrategie im Könizer Parlament gestern Abend von praktisch allen Parteien Kritik anhören. Das 32-seitige Dokument zeigt auf, welche Energiesparziele die Gemeinde bis ins Jahr 2035 verfolgen will (wir berichteten).

«Wir sind enttäuscht vom Geschäft», sagte SVP-Sprecher Daniel Krebs. Und monierte: Was diese Strategie für Kosten nach sich ziehe, werde mit keiner Zahl gezeigt.

Das Papier habe «viel zu wenig Fleisch am Knochen», kritisierte Bernhard Bichsel seitens FDP und jfk. Zudem seien wenige Anregungen aus der Vernehmlassung in die Strategie eingeflossen. Und bei den Massnahmen vermisse man eine Priorisierung. CVP/EVP wiederum fanden die Strategie «in vielen Punkten sehr vage». Die Ziele aber «sehr ambitiös», während sie für die Grünen nur «ein Minimum» darstellen. Auch der SP geht die Strategie zu wenig weit. «Papier ist geduldig, das Klima aber nicht», sagte Sprecher Martin Graber. Es sei an der Zeit, die Notbremse zu lösen und Konkretes umzusetzen.

«Wir werden euch alle Massnahmen inklusive Kosten-Nutzen-Rechnungen vorlegen», das Papier sei vor allem eine «transparente Absichtserklärung», konterte Rita Haudenschild unter anderem die Kritik.

13 Parlamentsmitglieder nahmen von der Strategie schliesslich zustimmend Kenntnis, 16 teilweise zustimmend, 8 ablehnend.Lucia Probst

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Erstellt: 20.10.2009, 00:34 Uhr

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