Weniger Sozialhilfe wegen Kopftuch
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Die Frauen hätten laut der SonntagsZeitung mit einem Arbeitsintegrationsprogramm des Sozialdienstes beschäftig werden sollen. Obwohl die Stadt und ein Arbeitgeber in zwei konkreten Fällen darauf bestanden, dass die Frauen ohne Kopftuch arbeiten, haben sich diese geweigert.
«Es darf nicht sein, dass Frauen wegen dem Kopftuch keine Arbeit finden und deshalb jahrelang in der Sozialhilfe bleiben», sagt die zuständige Freiburger Sozialdirektorin Marie-Thérèse Maradan (SP). Im Islam gebe es keinen Zwang, ein Kopftuch zu tragen. Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, dürfe das Sozialamt verlangen, dass Frauen ohne Kopftuch arbeiten. Gegen die Kürzungen ist ein Rekurs hängig.
Martin Walser, Sozialvorsteher der Stadt Zürich, ist gegen generelle Kleidervorschriften. Der Grund, wieso die Frauen keine Arbeit fänden, seien meist fehlende Sprachkenntnisse oder Qualifikationen, stellt er fest. Für Qaasim Illi, Sprecher des Islamischen Zentralrats Schweiz, ist das Vorgehen der Freiburger dagegen schlicht diskriminierend. «Es darf die Entscheidung Arbeitsstelle oder Islam nicht geben.»
Erstellt: 09.05.2010, 11:48 Uhr
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