Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Unternehmerin dank Wollmützen

Von ak/ats. Aktualisiert am 27.02.2009

Anne Tu Quoc vertreibt ihre Mützen in der ganzen Schweiz. Was als Hobby begann, entwickelte sich zur Geschäftsidee.

Die Sensler Jungunternehmerin Anne Tu Quoc posiert mit ihrem Vater und den selbst gestrickten Mützen – aus einem Hobby wurde das gefragte Label «Mai».

Die Sensler Jungunternehmerin Anne Tu Quoc posiert mit ihrem Vater und den selbst gestrickten Mützen – aus einem Hobby wurde das gefragte Label «Mai».
Bild: zvg

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

In ihrem Atelier in Freiburg türmen sich die Woll- und Mützenberge, die entweder bereit zur Verarbeitung oder zum Versand sind. Obwohl der Frühling langsam näher rückt, geht der 29-jährigen Anne Tu Quoc die Arbeit noch lange nicht aus. Sie reitet mit ihrem eigenen Label «Mai» auf einer Erfolgswelle.

Ausgewählte Wintersportgeschäfte vertreiben ihre bunten Wollmützen in verschiedenen Schweizer Städten und Skiorten. Auch Einzelbestellungen mit den persönlichen Mützenwünschen wie dem Schriftzug eines Vereins sind sehr beliebt. «Ich habe dies gar nie geplant oder erwartet. Die Arbeit im Gastgewerbe gefiel mir gut. Alles ist durch Zufall entstanden», erzählt sie.

Zuerst für Freunde

In einer Wintersaison in Arosa hat die ausgebildete Hotelfachfrau aus St.Silvester damit begonnen, abends vor dem Fernseher Mützen zu stricken. Auf der Strasse wurde sie auf ihre Eigenkreationen angesprochen. So hat sie weiterhin nebenbei immer wieder Mützen gestrickt, und obwohl längst Frühling war, blieben die Aufträge nicht aus. «Irgendwann kam der Moment, an dem ich mich entscheiden musste, ob ich voll auf das Mützenstricken setzen soll oder nicht.» So gründete sie im Sommer 2007 ihr Label «Mai», für dessen Namen ihr vietnamesischer Vorname Pate steht. «Es ist intensiv, doch es macht Spass, wenn man für sich selber arbeiten kann», meint Anne zur Selbstständigkeit.

Sämtliche Mützen selber zu stricken wäre für die begeisterte Snowboardfahrerin schon lange nicht mehr möglich. Unterstützt wird sie derzeit von ihrem Vater und ihrer Grossmutter sowie von einigen weiteren Frauen, die mit Stricken und Häkeln von zu Hause aus zu einem Nebenverdienst kommen.

Strickerinnen gesucht

«Ich bin noch auf der Suche nach weiteren Strickerinnen aus der Gegend, welche gerne für mich arbeiten würden», so der Aufruf der Senslerin. Denn auch im Sommer wird ihr die Arbeit nicht ausgehen. Für ihre nächste Winterkollektion treffen die Bestellungen schon ein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 27.02.2009, 08:41 Uhr