Ueli Maurer war Ehrengast am Feldschiessen

Das Feldschiessen des Sensebezirks in Tafers zog mehr Besucher an als erwartet. Auch bei den teilnehmenden Schützinnen und Schützen konnte ein Plus registriert werden. Bundesrat Ueli Maurer war als Ehrengast anwesend.

Ein Bundesrat in Tafers. Oberamtmann Nicolas Bürgisser und FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen amüsieren sich ob Ueli Maurers Schiesskünste.

Ein Bundesrat in Tafers. Oberamtmann Nicolas Bürgisser und FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen amüsieren sich ob Ueli Maurers Schiesskünste.
Bild: Aldo Ellena

Als Bundesrat Ueli Maurer gestern um 11.10 Uhr im Schiessstand in Position ging, hatte der Ehrengast des Feldschiessens in Tafers bereits ein ausgefülltes Programm hinter sich: Er radelte mit dem Elektrovelo von Mariahilf nach Tafers, nahm am gut besuchten Feldgottesdienst teil, posierte für die vielen Fotografen und durfte das Geschenk der Region Sense – sieben Kilogramm Honig für die «sieben fleissigen Bienen in Bern» – entgegennehmen.

Brille vergessen

Er habe nicht geübt, und nervös sei er auch nicht, meinte der Bundesrat beim Gang in den 300-Meter-Feldschiessstand. «Ich bin ein schlechter Schütze – schon immer gewesen und werde es auch immer sein.» Und da er nicht einmal seine Brille dabeihabe, würde er sich mit der Hälfte der maximalen Punktzahl zufrieden geben. Schliesslich wurden es nicht 36, sondern 52 Punkte. Aber bei weitem nicht genug, um Schützenkönig zu werden. Maurer nahms gelassen: «Das ist ja gar nicht so schlecht.»

«Unten» läuft es immer

Zurück im Festzelt lobte der Bundesrat das Engagement aller, die sich für dieses Feldschiessen eingesetzt hatten. Die Schweiz funktioniere nur deshalb, weil es Leute gäbe, die mehr tun, als sie müssten. «Deshalb ist es vielleicht auch gar nicht so schlimm, wenn in der hohen Politik einmal etwas nicht klappt. Denn ‹unten› läuft es stets in einer Präzision und Seelenruhe weiter.» Ein Fest wie das Feldschiessen sei der beste Gegenbeweis für all jene in Bern, die das Gefühl hätten, die Schweiz funktioniere zurzeit nicht.

Unter dem Stichwort «Freiheit» kam der VBS-Chef auch auf die Volksinitiative «Zum Schutz vor Waffengewalt» zu sprechen, über welche das Volk wohl Anfang 2011 abstimmen wird. «Der Staat hat uns nicht zu entwaffnen. Wir müssen weiterhin die Freiheit haben, unser Land zu verteidigen», betonte Maurer. Unterstützung erhielt er von Ruedi Vonlanthen, Präsident des freiburgischen Kantonalschützenvereines. Der FDP-Grossrat bezeichnete die Initiative als untauglich, unverhältnismässig und übertrieben. «Diejenigen, die Gewaltdelikte verüben, sind keine Schützen, sondern Kriminelle.» Karin AebischerResultate im «Sport Extra» von morgen> (Freiburger Nachrichten)

Erstellt: 07.06.2010, 10:05 Uhr

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