Studie zeigt: Sponsoren sind nicht an Schlachten-Bild interessiert
Aktualisiert am 27.01.2012 1 Kommentar
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Die Befragungen im Rahmen der Studie hätten gezeigt, dass potenzielle Sponsoren wegen der Darstellung einer Schlacht auf dem Riesen-Rundbild ein finanzielles Engagement für nicht sehr attraktiv hielten. Das steht in einer Mitteilung der Stiftung, die das Bild der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen will.
Die Stiftung Panorama Schlacht von Murten zieht aus der Studie den Schluss, dass es unmöglich ist, von Sponsoren 20 Millionen Franken zu erhalten. Diese Summe ist für den Bau und Unterhalt des Gebäudes nötig, in dem das Bild gezeigt werden soll. Der Stiftungsrat wird nun versuchen, die öffentliche Hand dafür zu gewinnen.
Standort Bern für gut befunden
Die Fundraising-Studie geht auf eine Übereinkunft von 2009 zwischen der Stiftung und dem Historischen Museum Bern zurück. Damals kamen die beiden Körperschaften überein, das Panorama dereinst auf dem Museumsgelände in Bern auszustellen. Die Stiftung sicherte zu, das zu erstellende Gebäude zu finanzieren.
Dafür wurde ein Finanzbedarf von 15 Millionen Franken plus fünf Millionen Franken zur Sicherung des Gebäudeunterhalts errechnet.
Die Studie zur Mittelbeschaffung hat nun immerhin gezeigt, dass der geplante Standort des Panoramas in Bern bei den Befragten gut ankommt. Sie halten aber die 20 Millionen Franken für «viel zu hoch».
Die von der ehemaligen Murtner Stadtpräsidentin Christiane Feldmann präsidierte Stiftung zweifelt aber nicht an dieser Summe. Die Höhe des Kostenvoranschlags für das geplante Gebäude in Bern sei realistisch: Der 2011 in Innsbruck eröffnete Neubau für das Tirol- Panorama habe 23,3 Millionen Euro gekostet.
Mehr als 100 Meter lang und zehn Meter hoch
Das Murten-Panorama ist mehr als 100 Meter lang und gut zehn Meter hoch und wurde 1893/94 vom deutschen Historienmaler Louis Braun geschaffen. Es zeigt die Schlacht der Eidgenossen gegen die Burgunder vor den Toren Murtens im Jahr 1476 und ist eines von wenigen historischen Panoramabildern in der Schweiz.
An der Expo.02 war das Murten-Panorama nach langer Zeit erstmals wieder zu sehen, und zwar frisch restauriert im sogenannten «Monolith» von Stararchitekt Jean Nouvel der Murtner Arteplage. Seit dem Ende der Landesausstellung ist es wieder eingelagert. (met/sda)
Erstellt: 27.01.2012, 10:24 Uhr
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1 Kommentar
Da ich selber aus Murten komme verstehe ich nicht warum man einerseits das Museum schliessen möchte und doch ein Panorama Museum bauen will. Warum wird das Museum Murten nicht einfach erweitert, so könnte man eine Win-Win Situation erhalten und es müsste nicht noch ein weiteres Gebäude gebaut werden, dass später wieder die Gemeinde übernehmen und Zahlen muss. Antworten

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