Region

Ristorante soll Mitarbeiter entlassen haben – weil sie keine Italiener sind

Es ist ein ungeheuerlicher Vorwurf, den elf ehemalige Mitarbeiter des Freiburger Restaurants Molino äussern: Der italienische Gastrobetrieb soll sie entlassen haben, weil sie keine Italiener sind.

Um die Italianità zu wahren, holt die Restaurantkette Molino hauptsächlich neue Mitarbeiter aus Italien.

Um die Italianità zu wahren, holt die Restaurantkette Molino hauptsächlich neue Mitarbeiter aus Italien.

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In einem Communiqué wandten sich am Freitag die elf entlassenen Mitarbeiter des italienischen Restaurants Molino an die Öffentlichkeit. Ihre Anschuldigungen sind happig: Sie seien innerhalb eines Jahres wegen ihrer Herkunft entlassen worden, da sie nicht die italienische Nationalität besässen. Zehn der elf Betroffenen kämen aus Ländern ausserhalb der Europäischen Union.

Mit anderen Worten: Molino soll in Freiburg nur noch Italiener beschäftigen, um so den Schein des Ristorante zu wahren. «Die Leitung von Molino AG hat vor etwas mehr als einem Jahr entschieden, nur noch Personal mit italienischer Nationalität anzustellen», heisst es in der Medienmitteilung. In der Tat steht auf der Homepage von Molino: «Unsere MitarbeiterInnen sind ungezwungen und vorwiegend italienischer Herkunft.»

«Es ist richtig, dass die Rekrutierung neuer Mitarbeiter hauptsächlich in Italien geschieht», sagte Nicola Mongelli, Geschäftsleiter der Molino AG, auf Anfrage. «Das hat damit zu tun, dass wir Leute suchen, welche die Produkte und Spezialitäten kennen.»

Zwei oder elf Entlassungen?

Von den elf Entlassungen in Freiburg will Mongelli nichts wissen: «Es waren zwei Entlassungen. Und diese hatten andere Gründe als die Nationalität.»

Die entlassenen Mitarbeiter aus Freiburg sehen ihre Rechte als Arbeitnehmer und der in der Verfassung verankerte Schutz gegen Diskriminierung verletzt. Sie wollen nun die Molino AG bei der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus anzeigen.

Die Molino AG ist eine Restaurantkette, die schweizweit mit 17 Betrieben präsent ist, darunter auch in Bern. Sie gehört zur Investmentgesellschaft Athris Holding AG, einer ehemaligen Tochtergesellschaft der Jelmoli Holding. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.02.2010, 11:11 Uhr

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3 Kommentare

Roland Peter

12.02.2010, 15:39 Uhr
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Tja, Rassismus kennt keine Grenzen. Wäre der Sachverhalt gerade umgekehrt, wäre ein Aufschrei quer durch Europa zu hören. Antworten


Heinz Frey

12.02.2010, 15:05 Uhr
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«Es ist richtig, dass die Rekrutierung neuer Mitarbeiter hauptsächlich in Italien geschieht», sagte Nicola Mongelli" Ja, schöne Personenfreizügigkeit, es kommen nur die, die wir brauchen und die einen Arbeitsvertrag haben - nicht wahr? Antworten


rolof berner

12.02.2010, 15:05 Uhr
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nach meinem empfinden kann ein Arbeitgeber anstellen wen er will,denn ER muss sie ja bezahlen, keine kommission.Nur: warum hat er sie denn angestellt ? er hat ja vorher gewusst dass sie keine Italos sind..?? Antworten