Herden werden vor Wolf geschützt
Von ja/rgw. Aktualisiert am 11.06.2010 1 Kommentar
Es war ein Wolf, der im Mai auf ungeschützten Alpen 14 Schafe getötet und zwei verletzt hat. Wie Roman Eyholzer, Chef des Sektors Jagd und Wild, erklärt, hat man seit Montag aufgrund der DNA-Analyse die Gewissheit, dass es sich beim Vorfall im Corpatauli eingangs Schwarzsee um den Angriff eines Wolfs gehandelt hat. Ob auch beim zweiten Fall, auf der Alp Chälli, ein Wolf im Spiel war, ist noch nicht sicher. Aufgrund der Nähe der beiden Standorte könne man aber davon ausgehen, dass es auch hier der Wolf war. Noch nicht geklärt ist gemäss Roman Eyholzer die Frage der Herkunft des Wolfs. Dies werde in einer verfeinerten Analyse erfolgen. Er weist aber darauf hin, dass es sich um jene Wölfin handeln könnte, welche sich bereits 2009 in der Region aufgehalten und auch den Winter da verbracht hat. Anfang April konnte diese Wölfin durch die Wildhut fotografiert werden. Es handelt sich dabei anscheinend um den einzigen Wolf in der Region.
Sense-Oberland und Jaun
Aus einer Mitteilung des Amts für Wald, Wild und Fischerei geht hervor, dass die Koordinationsgruppe Wolf (KGW) für 2010 eine Fläche zur Herdenschutzzone erklärt hat. Gemäss Oberamtmann Maurice Ropraz, Präsident der KGW, handelt es sich um das Voralpengebiet des Sense-Oberlands und von Jaun.
Hunde und Zaun
Die Hirten und Schafhalter in diesem Gebiet wurden von der KGW über die Anwesenheit des Wolfs informiert und eingeladen, für ihre Sömmerungsalpen Schutzmassnahmen zu entwickeln. Fünf Alpen haben sich daraufhin bereit erklärt, die notwendigen Schutzmassnahmen für die Sömmerung 2010 umzusetzen.
Es wird darauf hingewiesen, dass auf ungeschützten Alpen weiterhin mit Schäden durch den Wolf zu rechnen sei. Vier Alpen werden durch Hunde und eine durch einen Schutzzaun geschützt. (Freiburger Nachrichten)
Erstellt: 11.06.2010, 09:15 Uhr












