Das Filmfestival Freiburg sprengt Grenzen

Von Urs Haenni. Aktualisiert am 15.03.2010

Der Direktor des Bundesamtes für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, hat das Internationale Filmfestival Freiburg eröffnet.

Licht aus und Kamera an: In Freiburg wurde am Wochenende das Internationale Filmfestival eröffnet. Gezeigt werden während den acht Festivaltagen 90 Filme und mehr als 260 Vorführungen.

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Die Solothurner Filmtage hatten mit dem Schweizer Film «Zwerge sprengen» eröffnet. Das Freiburger Filmfestival (FIFF) hingegen wolle eher Grenzen sprengen, sagte Präsidentin Ruth Lüthi zur Festivaleröffnung am Samstag. Sie erwähnte die Gäste aus 30 verschiedenen Ländern und die zahlreichen Sprachen, welche durch die rund 90 Filme und mehr als 260 Vorführungen während den acht Festivaltagen vertreten sind. Eröffnet wurde das Festival mit «Los Viajes del Viento» des kolumbianischen Regisseurs Ciro Guerra. Der Eröffnungsfilm war – wie üblich – eine Schweizer Erstausstrahlung. Regisseur Guerra sagte, dass er in viereinhalbjähriger Arbeit bewusst Orte ausgesucht hatte, an denen bisher noch nie gefilmt wurde.

Filme aus Lateinamerika

Dieser Eröffnungsfilm ist insofern prägend für das FIFF 2010, als Lateinamerika insbesondere unter den 13 Wettbewerbsfilmen stark vertreten ist. Eine Überraschung ist gemäss Direktor Edouard Waintrop vor allem Kolumbien. Gleich drei Werke des FIFF-Programms stammen aus diesem Land.

Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), eröffnete das diesjährige FIFF offiziell. «Das Freiburger Festival ist speziell», so Jauslin. «Man entdeckt Filme ausserhalb unserer westlichen Normen und Verteilsysteme.»

Das Buhlen um Geld

Jauslin sagte, dass es in der Schweiz rund 30 Filmfestivals gebe, die untereinander in Konkurrenz stünden und um Subventionen des Bundesamtes für Kultur buhlten.

«Das Freiburger Festival bewegt sich: Vor drei Jahren ein neuer künstlerischer Direktor, dieses Jahr eine neue Generalsekretärin. Vor allem aber ist es sehr professionell, und die Filmauswahl ist sowieso über jeden Zweifel erhaben», sagte Jauslin.

Als Meisterstück bezeichnete er die Wahl des Schlussfilms «El Secreto de sus Ojos» vom argentinischen Regisseur Juan José Campanella, den FIFF-Direktor Edouard Waintrop ausgewählt hatte. Dies notabene noch bevor er für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert wurde. Jauslin wies darauf hin, dass schon bald wieder die BAK-Subventionen für die drei Jahre ab 2011 bestimmt würden, machte aber dem FIFF Hoffnung, dass man bei diesen Gesprächen zu einem für Freiburg positiven Ergebnis kommen werde. (Freiburger Nachrichten)

Erstellt: 15.03.2010, 14:18 Uhr

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