Sind Demenzkranke bald mit Halsband unterwegs?
«Die Alternative ist eine geschlossene Demenzstation mit dicken Mauern und hohen Zäunen.» Stiftungsratspräsident Rolando Bevilacqua machte keinen Hehl daraus, dass die Verantwortlichen der Stiftung immer noch fest an ihr Konzept für eine integrative Demenzstation glauben. Dieses sieht vor, dass demenzkranke Betagte nicht abgeschottet werden, sondern so weit als möglich in den normalen Heimalltag integriert sind.
Damit die Sicherheit von verwirrten Betagten gewährleistet werden kann, schafft die Stiftung ein Notruf- und Ortungssystem an. Um Erfahrungen zu sammeln, wird es vorerst im Heim Wolfacker installiert. Nach anderthalb bis zwei Jahren soll es auch für die Heime in Flamatt, Schmitten und dem noch zu bauenden Heim Bösingen übernommen werden. Die Stiftungsräte haben dafür einen Kredit von 470'000 Franken gesprochen.
Alarm geht los
Das System arbeitet mit Ortungsgeräten, die um den Hals, am Gurt oder als Armband getragen, angehängt oder am Rollator befestigt werden. «Für jeden Betagten kann der Aktionsradius entsprechend seinen Zustand programmiert werden», erklärte Bevilacqua. So geht der Alarm beim einen los, wenn er sein Stockwerk verlässt, beim anderen erst, wenn er sich vom Heimareal entfernt. Zugleich kann ein in Not Geratener per Knopfdruck Hilfe herbeirufen. «Das Ziel ist es, dem Betagten eine maximale Freiheit zu gewähren.»
Ein zweiter Teil der Investition löst das Problem mit der schlecht funktionierenden Telefonzentrale im Heim Wolfacker. Zudem werden die Grundlagen für eine spätere Vernetzung aller Heime geschaffen. (Freiburger Nachrichten)
Erstellt: 26.11.2010, 10:03 Uhr






