Wasen

Die Lüderenalp hat neue Besitzer

WasenNach jahrelanger Suche ist es endlich gelungen: Beat und Liselotte Held konnten ihr Hotel-Restaurant in Wasen verkaufen. Eine AG wird den Gastrobetrieb weiterführen.

Gestern lag auf der Terrasse Schnee. Aber bald wird hier ein Sonnenbad wieder möglich sein.

Gestern lag auf der Terrasse Schnee. Aber bald wird hier ein Sonnenbad wieder möglich sein. Bild: Thomas Peter

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Im Mai 2011 hatte er das Hotel-Restaurant Lüderenalp zum ersten Mal zum Verkauf ausgeschrieben. Ein Jahr später sagte Beat Held gegenüber dieser Zeitung, er habe es nicht eilig, er lasse sich Zeit, bis er den richtigen Käufer gefunden habe. Dabei hatte der Wirt damals das Pensionsalter schon längst überschritten. Noch fünf Jahre sollte es dauern, bis Beat und Liselotte Held ihren Gastrobetrieb auf 1150 Metern über Meer, auf der Grenze zwischen Wasen und Langnau liegend, verkaufen konnten.

«Ein Glücksfall»

Mehrmals wurde in der Zwischenzeit gemunkelt, das Restaurant stehe vor dem Aus. Doch nun werden Wanderer und Ausflügler, die an nebligen Tagen aus dem Tal in die Höhe flüchten, weiterhin von einem gedeckten Tisch aus die Aussicht auf die Berner Alpen geniessen können. Das sei denn auch mit ein Grund gewesen, weshalb die Suche nach einem Käufer so lange gedauert habe, sagt der mit dem Geschäft beauftragte Jürg Zumkehr vom Immobilienbüro Hotelforsale.

Hätten Beat und Liselotte Held nicht am Wunsch festgehalten, dass das Haus als Gastrobetrieb weitergeführt werde, hätte er schon viel früher Interessenten für die Liegenschaft präsentieren können. «Es war ein Glücksfall, dass Michael Held und Michael Hoff sich gefunden haben», sagt Zumkehr. Michael Held ist der Sohn von Beat und Liselotte Held, der den grossen Betrieb mit 25 Hotelzimmern, Seminarräumen und insgesamt gegen 400 Sitzplätzen nicht in alleiniger Verantwortung weiterführen wollte. Seine Eltern führten ihn in dritter Generation genau 50 Jahre. Michael Held übernimmt neu die Funktion des Gastgebers und Geschäftsführers. Doch der Betrieb gehört der Magastromie AG mit Sitz in Sumiswald.

Der Steffisburger Michael Hoff fungiert als Verwaltungsratspräsident. Hoff sei Jurist und Berggänger, erklärte Zumkehr gestern gegenüber dieser Zeitung. «Er hat die Lüderenalp ins Herz geschlossen.» Deshalb engagiere er sich und wolle das Hotel-Restaurant zusammen mit Michael Held in eine neue Zukunft führen.

Keine grossen Änderungen

«Im Verlauf des Jahres 2017 wird erst einmal Bewährtes weiter­geführt und der Betrieb sanft angepasst», schreiben die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung. Ändern wird sich somit für die Gäste nicht viel.

Nebst der neuen Leitung erhält der Betrieb auch einen neuen Namen. Bärnsicht soll das Gasthaus auf der Lüderenalp künftig heissen. Über bauliche Massnahmen, konkrete Projekt und geplante kulturelle Anlässe werde die ­Geschäftsleitung «zu gegebener Zeit» orientieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.04.2017, 06:16 Uhr

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