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Vom Kaufhaus zum Wohnhaus

Wo 100 Jahre lang Waren verkauft wurden, wird ab Herbst gewohnt: Im Burgdorfer Kaufhaus Strauss hat der Umbau begonnen.

Strahlender Morgen, strahlender Architekt: Ueli Arm gestern beim Start der Umbauarbeiten im Kaufhaus Strauss.

Walter Pfäffli

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Ueli Arm strahlte gestern Morgen trotz eisiger Kälte mit der Sonne um die Wette. Schon Minuten zuvor hatte das Lärmen des Spitzhammers den Burgdorfer Oberstadtbewohnern angekündigt, dass für das ehemalige Kaufhaus Strauss die neuen Zeiten definitiv angebrochen waren: Der Umbau in ein Wohnhaus mit kleiner Ladenfläche im Parterre konnte beginnen.

Arm liess es sich als Vertreter des federführenden Architekturbüros Kaufmann+Arm AG nicht nehmen, in diesem feierlichen Moment einen Blick zurückzuwerfen. Er erinnerte zuerst an die Zeit ab 1908, in der hier Waren aller Art verkauft wurden, und kam dann auf die Jahre nach dem Stadtbrand von 1865 zu reden, in denen die Liegenschaft neu aufgebaut wurde. Die Baufelder seien damals vergrössert worden, was sich nach wie vor daran zeige, dass der noch ältere Gewölbekeller um einiges kleiner dimensioniert sei als das Gebäude darüber.

Neben dem Laden entstehen im alten Kaufhaus nun bis im Herbst fünf Wohnungen. Weil im Innern nur wenig originale Bausubstanz vorhanden ist, geniessen Arm und seine Leute bei der Aufteilung der Räume ziemlich viel Freiheit. Einige Relikte aus den alten Zeiten wollen sie aber erhalten, allem voran den alten Lift mit der roten Türe, der vielen Einheimischen noch vom Einkaufen her vertraut ist. Oder die grossen, teils oben abgerundeten Fenster zur Hauptgasse hin, die, wie praktisch, viel Licht ins Innere bringen. Weggerissen wird dagegen die geschwungene Treppe mit dem charakteristischen Geländer. Sie würde die Sicht hinüber zu den Alpen zu sehr versperren. (skk/BZ/)

Erstellt: 18.03.2010, 10:10 Uhr

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