Starkoch Fredi Boss wird «Stadthaus»-Chef
Von Hans Herrmann. Aktualisiert am 22.01.2010
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Am Anfang stand ein Gerücht – das Gerücht, dass das Hotel Stadthaus in der Burgdorfer Oberstadt zugehe. Diesem Gemunkel traten die beiden Pächter Martin Schaub und Stefan Kläy im Dezember des vergangenen Jahres mit einer Pressemeldung entgegen: Der Hotel- und Restaurantbetrieb bleibe fester Bestandteil des gastronomischen Angebots in der Stadt, hiess es.
Munkeln und rätseln
In der Gerüchteküche brodelte es aber weiter; jetzt war nicht mehr die Existenz des «Stadthauses» das Thema, sondern der Verbleib der beiden Pächter. Diese würden, wussten Insider zu berichten, Ende März den renommierten, dem Industriellen Willy Michel gehörenden Gastrobetrieb verlassen. Von offizieller Seite wurde diese Version nicht gerade dementiert, aber auch nicht bestätigt.
Seit gestern herrscht nun Gewissheit: In einer Medienmitteilung schreibt die Techpharma Management AG, die das Hotel Stadthaus verwaltet, dass die bisherigen Pächter Martin Schaub und Stefan Kläy auf Ende März gekündigt hätten – «auf Grund der aktuellen Wirtschaftssituation».
Künftig wird die Techpharma Management AG den Betrieb selber weiterführen und hat als Gesamtleiter im Anstellungsverhältnis den Spitzenkoch Fredi Boss verpflichten können. Derzeit arbeitet er in der Berner Brasserie Obstberg als Co-Leiter und gastronomischer Coach des jungen Teams. «Meine derzeitige Aufgabe lief von Anfang an im Rahmen einer Übergangsanstellung», erklärt Boss auf telefonische Anfrage. Deshalb sei für ihn ein neues, festes Engagement im Burgdorfer «Stadthaus» nur die logische Folge. Hier werde er weiterhin auf gehobene Küche setzen und auch die eine oder andere Änderung ins Auge fassen – «aber sicher immer im Sinn der Gäste».
Klingende Namen
Fredi Boss, der dem «Meridiano» im Berner Kursaal zu 17 Gault-Millau-Punkten verhalf, ist in Burgdorf und dem Emmental verwurzelt. Seine Lehre absolvierte er im ebenfalls renommierten Restaurant Emmenhof in Burgdorf und kochte danach in erlesenen Häusern wie dem St.Moritzer «Padrutt’s Palace» oder dem Berner «Schweizerhof». Anfang 2009 übernahm er im Landgasthof Lueg das Ruder; Rückenbeschwerden zwangen ihn aber bereits Ende Oktober, vorerst einmal leiser zu treten und das Seminarhotel ob Heimiswil zu verlassen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 22.01.2010, 09:13 Uhr






















