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Ständerat dreht BKW-Gaskombikraftwerk den Hahnen zu

Es wird immer unwahrscheinlicher, dass die BKW in Utzenstorf ihr Gaskombikraftwerk bauen kann. Denn der Ständerat hat am Dienstag die Vorschriften für Gaskombikraftwerke verschärft.

Auf dem Gelände der Papierfabrik Utzenstorf wollte die BKW ein Gaskombikraftwerk bauen. Die Pläne sind auf unbestimmte Zeit sistiert.

zvg

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Die BKW und die Papierfabrik Utzenstorf halten zwar immer noch an ihrem Projekt für ein Gaskombikraftwerk in Utzenstorf fest. Doch die Pläne sind spätestens seit heute Dienstag endgültig in der Schublade gelandet. Denn der Ständerat hat entschieden, dass solche Kraftwerke ihren CO2-Ausstoss vollständig im Inland kompensieren müssen. Dabei sollen ihnen aber auch Investitionen in erneuerbare Energien angerechnet werden können.

Unrentabel bei vollständiger Kompensation

Die BKW-Spitze hatte in der Vergangenheit schon mehrmals klar betont, dass sich ein Gaskombikraftwerk in der Schweiz nicht wirtschaftlich betreiben lässt, wenn der CO2-Ausstoss zu 70 Prozent in der Schweiz kompensiert werden muss.

«Wir halten an der Option Gas fest und können die Pläne jederzeit wieder aus der Schublade holen, sollten sich die Rahmenbedingungen verbessern», sagt BKW-Sprecher Antonio Sommavilla gegenüber bernerzeitung.ch.

Das geplante Werk hätte dereinst 400 Megawatt Leistung erbringen und dazu beitragen sollen, die von den Stromkonzernen prognostizierte Stromlücke zu schliessen. Zum Vergleich: Das AKW Mühleberg ist auf eine Leistung von 373 Megawatt ausgelegt.

Kein Kommentar zu den Kosten

Für den Bau des Gaskombikraftwerks wollte die BKW ursprünglich 300 bis 350 Millionen Franken investieren. Wie viel die BKW das Projekt nun gekostet hat, ist unklar. BKW-Sprecher Sommavilla will die Investitionen in die Planung nicht kommentieren. Am 16. März präsentiert die BKW ihren Jahresabschluss. Möglich, dass dann über das schubladisierte Projekt und seine Kosten mehr zu erfahren ist.

Nach dem Ständerat muss auch noch der Nationalrat über die CO2-Kompensation beschliessen.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.03.2010, 14:03 Uhr

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2 Kommentare

Christine Zbinden

10.03.2010, 10:43 Uhr
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Ich hoffe nur wenn der Strom dem Ende zu geht, man den Gegnern als erstes den Strom vorenthaltet. Noch besser ab sofort nur noch 2 Std. Strom pro Tag, selbstverständlich frei einteil bar. So bleibt den gegnern viel Zeit an die Zukunft zu denken. Antworten


Lukas Harder

09.03.2010, 16:41 Uhr
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Ein Glück, das die BKW weiterhin im Ausland Dreckschleudern bauen darf, dort muss das CO2 glücklicherweise nicht kompensiert werden. Antworten



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