Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Stadtrat sagt Ja zur Holzbrücke in der Neumatt

Von Hans Herrmann. Aktualisiert am 08.02.2012

Die Brückenbauer können loslegen: Nach Kirchberg hat nun auch der Burgdorfer Stadtrat das Geld für den geplanten «Schwingersteg» über die Emme zwischen Neumatt und Ey bewilligt – praktisch einstimmig.

Auch kritische Voten fielen. «Mir gefällt das Projekt an sich sehr – doch was bringt uns diese Brücke?», fragte Stadtrat Urs Pfister (CVP) an der ersten diesjährigen Sitzung des Burgdorfer Parlaments. Der geplante Steg über die Emme sei nicht nachhaltig, da er einzig dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 in der Burgdorfer Ey dienen werde. Daneben käme die neue Verbindung nur Einzelnen zugute. Dafür aber müsse man nicht fast 2 Millionen Franken ausgeben. Pfister liess auf seine Worte Taten folgen und lehnte den auf die Stadt entfallenden Bruttokostenanteil von 890'000 Franken als Einziger ab; die restlichen 36 Ratsmitglieder sagten Ja und ebneten so den Weg für die Neumattbrücke.

Lichtverschleiss?

Allerdings hatte sich während der Debatte auch die SP nicht gerade euphorisch zu Wort gemeldet. «Angesichts der angeschlagenen Stadtfinanzen ist das Projekt kein Muss», äusserte sich Dieter Haller im Namen der Sozialdemokraten. Von der Wohnlage her betreffe es nur etwa 150 Leute, die künftig von einer kürzeren Rad- und Fussgängerverbindung vom Eyschachen rechts der Emme zur neuen Eissportstätte in der Neumatt jenseits des Flusses profitieren könnten. Letztlich handle es sich bei der geplanten Brücke um einen Beitrag der Stadt an das Schwingfest. Dafür habe auch die SP «Verständ-nis», räumte Haller ein. Doch werde seine Partei an den Brückenbau erinnern, wenn vonseiten der Festorganisatoren weitere Forderungen an die Stadt kämen. Das Bauprojekt an sich sei gut, die SP werde ihm zustimmen – «aber man muss es im Kontext betrachten».

Die restlichen Stadtratsfraktionen waren des Lobes voll: Den Grünen zum Beispiel gefielen das elegante Design sowie das nachwachsende Baumaterial Holz; positiv wertete Sprecherin Christine Meier auch den Umstand, dass der Steg das Verkehrsnetz für den Burgdorfer und Kirchberger Langsamverkehr in willkommener Weise ergänze. Sie kritisierte einzig, dass der Steg gemäss den Plänen in der Nacht beleuchtungstechnisch «inszeniert» werden solle. Hier lasse sich bestimmt Energie sparen. Der zuständige Gemeinderat Hugo Kummer konterte: Die vorgesehene Beleuchtung sei eine sicherheitstechnische Massnahme, um die man nicht herumkomme. Bestimmt werde man aber, stellte er in Aussicht, mit Sparlampen arbeiten.

In seinen Unterlagen nennt der Gemeinderat als hauptsächliches Projektziel die bessere Anbindung des Gebiets Kirchberg an das Radwegnetz der Stadt Burgdorf. Die Bedeutung des neuen Stegs für das Schwingfest ist für ihn nur ein Nebeneffekt. Vorgesehen ist eine gedeckte Holzbrücke, die den Fluss in einem leichten Bogen stützenfrei überspannt. Die Gesamtkosten betragen knapp 1,8 Millionen Franken. Die Gemeinde Kirchberg hat ihren hälftigen Kostenanteil von 890'000 Franken an der Gemeindeversammlung bereits bewilligt.

Stadtkasse bleibt verschont

Jetzt, nachdem auch das Burgdorfer Parlament Ja gesagt hat, steht dem Vorhaben nichts mehr im Weg. Da die Brücke ins Agglomerationsprogramm von Bund und Kanton aufgenommen wurde, gibt es von dieser Seite Beiträge von knapp 800'000 Franken, die die beiden Gemeinden miteinander teilen. Somit müssen sie nur noch je knapp eine halbe Million Franken berappen. Dies belastet die Burgdorfer Stadtkasse nicht, da eine Finanzierung über den Parkplatzfonds vorgesehen ist. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.02.2012, 07:44 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

Region

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

WERBEN SIE ONLINE

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!