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Spitex will nochmals verhandeln

Von Dominic Ramel. Aktualisiert am 17.12.2010 1 Kommentar

Die Spitex sorgt bezüglich des geplatzten Umzugs in den Alterswohnungskomplex an der St.-Urban-Strasse für Verwirrung.

Spitex-Präsident Adolf Freudiger: «Wir sind bereit, nochmals zu verhandeln.» (Bild: Herbert Rentsch)

Der Vorstand der Spitex-Dienste Langenthal und Umgebung hat am Dienstagabend beschlossen, nochmals mit der Stiftung Coopera über einen Mietvertrag zu verhandeln. Es geht um den Umzug der Spitex ins Erdgeschoss der sich im Bau befindenden Alterswohnungen an der St.-Urban-Strasse. Die Spitex hat die Verhandlungen abgebrochen, weil sich die Parteien bezüglich Mietzins und Parkplätzen nicht einig sind. Spitex-Präsident Adolf Freudiger sagt, Coopera rufe die Spitex in einem Brief dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Freudiger: «Wir sind bereit, nochmals zu verhandeln.»

Die Positionen scheinen allerdings meilenweit auseinanderzuliegen. Freudiger sagt, Coopera fordere einen viel zu hohen Mietzins und könne der Spitex die notwendigen Aussenparkplätze nicht zur Verfügung stellen. Davon habe die Spitex erst im Oktober erfahren. «Wir brauchen aber Aussenparkplätze», sagt Freudiger, «Plätze in der Einstellhalle bringen uns nichts.» Die Spitex-Mitarbeiterinnen seien darauf angewiesen, rasch und möglichst direkt vom Auto ins Gebäude zu gelangen, erklärt er. Müssten sie den Lift benützen, gehe viel Zeit verloren. «Zeit, die uns Geld kostet», sagt Freudiger. Er spricht von 60'000 Franken pro Jahr.

«Konkurrenzsituation»

Freudiger sagt aber auch, dass es «keine Synergien zwischen uns und dem Altersheim» gebe. Diese Aussage überrascht. Denn im Februar schrieb der Gemeinderat in einer Medienmitteilung von «interessanten Synergien», die sich mit dem Umzug ergeben würden. Einerseits könnten verschiedene Tätigkeiten des Pflegedienstes effizienter abgewickelt werden. Andererseits würde die Nähe zur Spitex die Alterswohnungen attraktiver machen. Weil die Stadt die Alterswohnungen für Coopera über das Alterszentrum Haslibrunnen verwalten will, war ihr «Interesse an einer guten Lösung besonders gross», wie der Gemeinderat damals schrieb. Er wollte deshalb den Umzug der Spitex in den Jahren 2011 bis 2015 gar mit einer jährlichen Anstossfinanzierung von 5000 Franken unterstützen.

Doch jetzt spricht Freudiger von einer «Konkurrenzsituation» zwischen Spitex und Alterszentrum. «Das Altersheim will gar nicht, dass wir unsere Dienstleistungen einbringen.» Er fügt an, dass diesbezüglich «Klärungsbedarf» bestehe und eine politische Diskussion nötig sei.

Klärungsbedarf scheint tatsächlich zu bestehen. Denn Marcel Lanz, der Leiter des Alterszentrums, sagt: «Wir können uns eine Zusammenarbeit mit der Spitex vorstellen.» Es sei allerdings «völlig offen», wie eine solche aussehen könnte. Man habe dieses Thema erst «andiskutiert». (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.12.2010, 10:54 Uhr

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1 Kommentar

Hans Abbühl

16.12.2010, 11:50 Uhr
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Hoffentlich gibt es UEBERALL im Gesundheitsunwesen bald mehr und heftige Konkurrenz. Wir Schweizerinnen und Schweizer laufen von Geschäft zu Geschäft, um bei einem jährlichen Apparatekauf von 50.- Fr. noch weitere 3.- Fr. einzusparen. Gleichzeitig ist es undenkbar, bei Operationen von mehreren 10'000.- Fr. oder beim Zahnarzt auch nur eine zweite Offerte einzuholen. Aber es kommt langsam....... Antworten



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