Sie sind die besten Jasser 2012
Rangliste
Die Rangliste der Finalrunde ist im Internet abrufbar unter: www.bankoberaargau.ch
Ein ungewohntes Bild bietet sich gestern Nachmittag in der Geschäftsstelle der Clientis Bank im Jurapark Langenthal: Eine Schar Pensionierter hat die oberste Etage des Gebäudes in Beschlag genommen. Es ist der Finaltag der 27.Oberaargauischen Jassmeisterschaft.
An drei Vorrunden in Langenthal, Huttwil und Niederbipp haben insgesamt 258 Jasser aus der ganzen Region und teils auch von weiter her teilgenommen. Nun soll der oder die Beste unter ihnen erkoren werden.
«Gute Karten», wünscht Turnierleiter Kari Aeberhard zum Auftakt allen, die es bis ins grosse Finale geschafft haben. Heuer sind dies stolze 104 Jasserinnen und Jasser. Von den ursprünglich 100 Qualifizierten hatte einer absagen müssen, weshalb der Spieler mit der nächstbesten Punktezahl nachrücken sollte. In diesem Fall waren es allerdings gleich vier gleichplatzierte Spieler, die sich die Ehre der Finalteilnahme nun teilen durften.
Gespielt wird auch im Finale zwei gegen zwei an Vierertischen. Und wie schon in der Vorrunde lassen die pensionierten Jasser auch am Entscheidungstag kaum Hektik aufkommen. Während draussen ein kaltes Schneegestöber an den Fenstern entlangzieht, wird drinnen in einer Seelenruhe geschoben und übertrumpft. Oder es werden die erreichten Punkte zusammengerechnet und notiert.
Frauenpower am Jasstisch
Wie schon an den Vorrundenturnieren wird das Spielerfeld anzahlmässig auch im Final von den männlichen Jassern dominiert. Immerhin: Insgesamt ein Viertel aller Vorrundenteilnehmer war weiblich. Und auch im Finale ist das weibliche Geschlecht gut vertreten: Sogar jeder fünfte Teilnehmende ist hier eine Frau. Aus Melchnau, weiss Kari Aeberhard zu berichten, «haben sich gleich vier Frauen fürs Finale qualifiziert. Aber kein einziger Mann.»
An diesem Nachmittag dabei ist auch Erna Born. Sie hat mit 2212 Punkten in der Vorrunde zum ersten Mal das Finale erreicht. Und dieses scheint sie sichtlich zu geniessen – trotz einer misslungenen ersten Runde. «Jetzt kann es nur noch besser werden», sagt die Lotzwilerin. «Aber ich nehme es, wie es kommt.»
Für den Sieger der 27.Oberaargauischen Jassmeisterschaft gibt es ein Preisgeld von 200 Franken. In Empfang nehmen darf es schliesslich Hanspeter Sommer aus Oberönz. Die Langenthaler Fred Heiniger und Heinz Kläfiger erhalten als zweit- und drittplatzierte Spieler 150 und 120 Franken.
Die Rangliste der Finalrunde ist im Internet abrufbar unter: www.bankoberaargau.ch (Berner Zeitung)
Erstellt: 03.02.2012, 07:48 Uhr
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