Schritt um Schritt gings mit dem Stadion abwärts

Für viele kam das Aus fürs neue Eisstadion in Langnau nicht überraschend. Zu viel war dieses Jahr schon schief gelaufen.

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Eigentlich hatte schon das ganze laufende Jahr fürs neue Langnauer Eisstadion nichts Gutes verheissen. Zwar versuchten die Promotoren im Frühling noch, das Ruder herumzureissen. Unter Führung der Gemeinde versuchte eine Gruppe, der auch Vertreter der SCL Tigers, der Ilfis Stadion AG sowie der IG neue Eissporthalle Langnau angehörten, das Projekt zu beleben.

Schlag um Schlag

Allein, der Gruppe gelang es bereits nicht, eine Aktiengesellschaft zu gründen und so ihr Vorhaben auf juristisch stabileren Fuss zu stellen. Die SCL Tigers, mittlerweile in arge finanzielle Not geraten, konnten sich ihren Anteil ans Aktienkapital schlicht nicht leisten.

Der nächste Schlag folgte im Herbst. Weil der Bund das Kaufrecht für das Zeughausareal auf fünf Jahre beschränkt hatte und die geforderte Baubewilligung fürs neue Stadion noch in weiter Ferne lag, mussten die Promotoren Verhandlungen aufnehmen. Doch der Bund wollte die einst festgesetzte Frist nicht verlängern. Er wäre zwar bereit gewesen, einen Teil des Areals weiterhin für den Eissport abzutreten. Den Rest dagegen wollte er in eigener Regie «für kommerzielle Zwecke nutzen», wie es die gestrige Medienmitteilung formulierte. Damit mussten die Langnauer ihre Idee aufgeben, den für den Stadionbau nicht benötigten Teil selber zu verkaufen oder zu vermieten und den Erlös für ihr Vorhaben zu verwenden. Definitiv düster sah es nach der Hiobsbotschaft von letzter Woche aus. Damals machte der Kanton klar, dass er neue Sportanlagen nur noch mit höchstens 2 Millionen Franken aus dem Sportfonds unterstützen will. Ursprünglich hatte Langnau von dieser Seite her mit 7,5 bis 10 Millionen gerechnet.

Und die Dreifachhalle?

Einst hiess es, dass für das 33-Millionen-Projekt noch 10 Millionen fehlten – auf welchen Betrag dieser Stock nach alldem zusammengeschrumpft ist? Das abzuschätzen sei schwierig, sagt Langnaus Gemeindepräsident Bernhard Antener. Sicher sei nur: «Es reicht nicht.»

Um Geld zu sparen, gaben die Promotoren im Frühjahr noch bekannt, die von Langnau dringend benötigte neue Dreifachhalle komme nun auf das Dach des neuen Eisstadions zu stehen. Nun müssen die Behörden für dieses Vorhaben einen neuen Standort suchen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.12.2009, 09:38 Uhr

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2 KOMMENTARE

Gregor Ringeisen

30.12.2009, 01:04 Uhr

So wird zumindest die Sportgeschichte am gleichen Standort weitergeschrieben. Ob Märchen oder Krimi wird man sehen...


kurt habegger

29.12.2009, 14:29 Uhr

Herzliche Gratulation Herr Grunder - das Fiasko, das sie hier angerichtet haben, kennt keine Grenzen und über- schlägt sich von Woche zu Woche - Lügen haben kurze Beine, deshalb ist es so still geworden um sie. Die Tigers können einem Leid tun, dass sie sich mit solchen Schafsköpfen herumgeschlagen haben. Herr Grunder hat sie zugunsten seiner Partei verschaukelt. Immer mit dem Gring dür dWand !!



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