Region
Schnee freut Betreiber der kleinen Skilifte
Von Markus Zahno. Aktualisiert am 19.12.2008
Netschbühl gestern Morgen: Pistenpatrouilleur Beat Fankhauser in den 10 Zentimetern Neuschnee, die über Nacht gefallen sind. (Bild: Daniel Fuchs)
Skilifte
Im Emmental sind diverse mehr oder weniger bekannte Skilifte zu finden. Wie sieht die Situation dort aus?
Am Hügel vis-à -vis des Schlosses konnte der Skiclub Trachselwald seinen knapp 300 Meter langen Schlepplift starten. Hier steht regelmässig auch Nachtskifahren auf dem Programm.
Der Skilift beim ehemaligen «Löwen» Rüderswil ist seit einer Woche in Betrieb. «Es ist lange her, seit es hier letztmals so gäbig Schnee hatte», sagt Bruno Ryser. Wenn das Wetter halte, könne im Januar sogar wieder einmal das Rüderswiler Skirennen stattfinden.Etwas höher gelegen – auf gut 1000 Metern über Meer – ist der Skilift Chuderhüsi. Er läuft seit letzten Freitag und erfreue sich vor allem bei Kindern und Jugendlichen grosser Beliebtheit, rühmen die Verantwortlichen. Auch die Bob- und Schlittelpiste ist befahrbar.
Der Skilift Wyden in Wasen, der 1995 in über 1000 Stunden Fronarbeit gebaut wurde, ist ebenfalls in Betrieb.
Mit 9 Kilometern Pisten ist Bumbach/Schangnau das grösste und schneesicherste Emmentaler Skigebiet. Klar, dass die Anlagen am Fuss des Hohgants derzeit offen sind, ebenso die Langlaufloipe von Bumbach in den Kemmeriboden.Der 300 Meter lange Schlepplift beim Eichneuhaus (auf der rechten Talseite zwischen Rüegsau und Rüegsbach) nimmt eventuell diesen Sonntag den Betrieb auf. In den vergangenen Jahren sei der Lift mangels Schnee immer still gestanden, berichtet Paul Bärtschi. Ab dem Wochenende dürfte auch der Kleinlift im Gyselgut Heimisbach (rechts oben im Laternengraben) fahren.mazEine Übersicht der regionalen Skigebiete samt Telefonnummern gibts bei Pro Emmental: www.emmental.ch, Rubrik Tourismus/Kultur (Sport und Freizeit).
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnetz wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Es sei «eher 30 als 20 Jahre» her, seit hier derart früh im Winter derart viel Schnee gelegen sei, erzählt Beat Fankhauser. «Sehen Sie», sagt er und scharrt mit den Füssen im Schnee, «alleine letzte Nacht sind fast 10 Zentimeter gefallen. Super!» Fankhauser bewirtschaftet im Vorder Netschbühl einen Bauernbetrieb. Im Winter ist er nebenamtlicher Pistenpatrouilleur am Skilift Netschbühl, der direkt neben seinem Hof vorbeiführt. In den letzten beiden Jahren lief der Lift allerdings keinen einzigen Tag. Auch in den Jahren zuvor lag hier – die Piste liegt 730 bis 1050 Meter über Meer – oft zu wenig Schnee, um ihn in Betrieb zu nehmen. Der Skilift erhielt in den regionalen Medien deswegen bereits den Übernamen «Immergrün».
12000 Franken – so oder so
Aber dieses Jahr ist alles anders. «Dort oben», Beat Fankhauser zeigt hinauf Richtung Bergstation, «liegen bestimmt 60 Zentimeter», bei der Talstation seien es etwa 40 Zentimeter. Seit einer Woche ist der Lift in Betrieb, insbesondere am Wochenende sei der Zustrom erfreulich gross gewesen. Mit den Weihnachtstagen und der Altjahrswoche stünden nun «die besten 14 Tage des Jahres» bevor. Warum? «Viele Leute haben frei, fahren aber nicht in die Ferien. Sie sind froh, wenn sie für wenig Geld ganz in der Nähe Skifahren können», antwortet der Pistenpatrouilleur.
Viel Schnee, ein laufender Skilift – das bedeutet für sechs Bauern aus der Nachbarschaft einerseits einen willkommenen Zusatzverdienst. Andererseits kann der Verein Skilift Netschbühl so ein finanzielles Polster für schneearme Jahre schaffen. Denn auch wenn der Bügellift, der mit 1,5 Kilometern zu den längsten im Berner Mittelland zählt, keinen einzigen Tag fährt, hat der Verein pro Jahr 12000 Franken Fixkosten. Für Versicherungen und Kontrolle, Strom und Wasser, Service und Unterhalt.
Doppelt abgesichert
Um Kosten zu sparen, «machen wir beim Unterhalt möglichst viel selber», sagt Beat Fankhauser. Ähnlich verhält es sich mit den zwei Pistenfahrzeugen: Der Verein konnte sie günstig von Walliser respektive Bündner Skigebieten übernehmen. Theoretisch würde im Netschbühl ein Raupengefährt reichen – dieses könnte aber jederzeit ausfallen. Deshalb habe man zwei; denn der Verein besitze zu wenig Geld, um in Notfällen mitten in der Saison ein Fahrzeug mieten zu können.
Fankhauser, der im Skiliftverein übrigens als Vizepräsident amtet, jammert aber nicht. Im Gegenteil. Schliesslich könne man auch in schneearmen Jahren auf namhafte Einnahmen zählen. Der Verein zählt nämlich 100 Einzelmitglieder sowie 67 Familien, die pro Jahr bis zu 18000 Franken einzahlen. Als Gegenleistung dafür erhalten sie Tageskarten.
Es wird wärmer
So, genug geplaudert. Auf Beat Fankhauser sowie Markus Haldemann, der an diesem Vormittag im anderen Pistenfahrzeug sitzt, wartet noch viel Arbeit. Die beiden Pisten, die sie zu präparieren haben, sind fast 3 Kilometer lang – und nachmittags um eins werden bereits die ersten Skibegeisterten bei der Talstation anstehen.
Mit einem grossen Schritt steigt Fankhauser auf die Raupe. Er öffnet die Kabinentür, nimmt Platz und startet das Fahrzeug, das auch steilste Hänge problemlos meistert. In der Kabine ist es angenehm warm, aus dem Lautsprecher ertönt Radio Neo. Der Wetterbericht kündigt im Flachland tagsüber wärmeres Wetter an. «Solange die Nächte noch kalt sind, machen ein paar Grad mehr nichts aus», sagt Beat Fankhauser. «Stellen Sie sich vor: Wenn wir bis Ende Januar fahren könnten – das wäre super.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 19.12.2008, 10:15 Uhr
Region
SBB Freizeit
Meistgelesen in der Rubrik Region
Body Coach
-
Der BodyCoach hilft Ihnen, gesund und nachhaltig abzunehmen. Er stellt einen individuellen Ernährungsplan zusammen, erstellt Einkaufslisten, schlägt Rezepte vor und unterstützt Sie beim Training.
BLS Wettbewerb
Sommer- und Herbstausflüge
PublireportageHomegateTV hat ein neues Gesicht.
-
Seit 30. August moderiert der sympathische ehemalige Mister Schweiz Tim Wielandt das Magazin homegateTV. In gewohnt informativer und kompetenter Art erhalten die Zuschauer Einblick in die grosse Welt rund ums Wohnen. HomegateTV wird auf TeleBärn zu folgenden Zeiten ausgestrahlt: 16:15 Uhr: Samstag / 16:45 Uhr: Montag, Donnerstag, Freitag, Sonntag / 18:45 Uhr: Dienstag, Mittwoch, Sonntag. Die Sendung kann auch online angesehen werden: Mehr...
Wohnraumfenster aus Kunststoff
Kunststofffenster unterstreichen jede Architektur und eröffnen neue Lebensräume.

