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Pendler verpassen die Züge

Der Wegfall von Buslinien in Langenthal und Thunstetten sorgt für Ärger. Die Reisenden erwischen nun viele Züge nicht mehr.

Schlechte Anschlüsse für Pendler: Der Bus nach Thunstetten fährt abends ab, bevor der Schnellzug von Olten eingefahren ist. Am Morgen ists umgekehrt: Wenn der Bus eintrifft, ist der Zug bereits weg.

Herbert Rentsch

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Der Unmut ist gross: Seit die Busverbindung von Thunstetten über das Langenthaler Quartier Schoren zum SBB-Bahnhof nicht mehr angeboten wird, sind viele Benutzer des öffentlichen Verkehrs frustriert.

Kein Wunder, denn die neuen Buslinien, die den Wegfall kompensieren sollen, sind nur schlecht auf den Zugfahrplan abgestimmt. Wegen einiger Minuten reicht es teilweise nicht für den Anschluss. Betroffen davon sind die Linie 52 (Thunstetten) sowie der neue Ortsbus 64, der den Schoren anbindet.

Nachdem die alte Buslinie von Thunstetten nach Langenthal von der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK) Oberaargau im letzten Dezember gekappt worden war, formierte sich der Widerstand. Anfang März wurde die überparteiliche Interessengemeinschaft (IG) «Gegen den Leistungsabbau beim Busangebot für Thunstetten und Schoren» gegründet. Heute zählt die IG bereits 150 Mitglieder.

Haas gibt sich kämpferisch

«Wir sind total überwältigt», wird IG-Koordinator Stefan Haas in einer Mitteilung zitiert. Eine solch starke Mobilisierung sei «ein überdeutliches Zeichen» an die RVK. Die «grosse Mobilisierung» kommt laut dem IG-Koordinator auch zum richtigen Zeitpunkt. Denn morgen Donnerstag treffen sich Vertreter der betroffenen Gemeinden zu einer Aussprache mit einem Ausschuss der RVK um Präsidentin Katharina Hofer und Sekretär Markus Ischi.

Dieses Treffen ist laut der Mitteilung eines der Ergebnisse der letzten Sitzung der RVK Oberaargau von Anfang März. Damals sei auf Grund der Intervention der Gemeinde Thunstetten und der Kritik aus der Bevölkerung beschlossen worden, das Fahrplanangebot für Thunstetten und Schoren nochmals zu prüfen. Unterstützt wird die Arbeit der Verkehrsplaner nun von einer Begleitgruppe mit Vertretern der RVK und betroffener Gemeinden. Mit dabei ist auch die IG. «Wir kämpfen, bis eine Verbesserung erfolgt ist», lässt Koordinator Haas verlauten.

Wieder das alte Angebot

Die IG will das frühere Leistungsangebot, wie es bis Dezember 2009 geherrscht hat, wieder einführen. Das heisst: Die Anschlüsse an die Schnellzüge Richtung Olten, Basel, Zürich und Bern sollen mit den Bussen aus Thunstetten und vom Schoren gewährleistet werden. Darüber hinaus fordert die IG, für den Bus, der das Schoren-Quartier anbinde, solle wieder eine Haltestelle am Bahnhof eingerichtet werden. (pd/baz/BZ/)

Erstellt: 31.03.2010, 09:22 Uhr

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