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Nein zu Nachtzügen

Von Dominic Ramel. Aktualisiert am 12.07.2011 5 Kommentare

Die Kantonsregierung lehnt den Halbstundentakt bis Mitternacht auf der Strecke Bern–Olten ab.

Auf der Strecke Bern–Langenthal–Olten sollen die Züge nach 22 Uhr bis Mitternacht nicht im Halbstundentakt verkehren.

Auf der Strecke Bern–Langenthal–Olten sollen die Züge nach 22 Uhr bis Mitternacht nicht im Halbstundentakt verkehren.
Bild: zvg

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Mit dem Fahrplanwechsel 2008/2009 haben die SBB auf der Strecke Bern–Langenthal–Olten zwei Zugpaare gestrichen. Seither fahren die Züge ab 22 Uhr nur noch im Stundentakt. Und seither kämpft der Oberaargau für die Wiedereinführung des durchgehenden Halbstundentakts. So haben im Februar alle Oberaargauer Grossratsmitglieder gemeinsam eine Motion mit eben dieser Forderung eingereicht. Jetzt liegt die Antwort des Regierungsrats vor. Sie lautet: Nein. Er beantragt dem Grossen Rat, die Motion abzulehnen. Denn damit würden «falsche Signale gesetzt und unverhältnismässig hohe, finanzpolitisch nicht tragbare Kosten verursacht», begründet die Regierung ihr Nein. Der Grosse Rat wird in der Septembersession über die Motion beraten.

Kein Bedarf und kein Geld

Die Motionäre fordern von der Regierung, sie müsse bei den SBB die gestrichenen Nachtzüge einfordern. Sollte die Bahn nicht einlenken, «soll der Regierungsrat mit einer Abgeltung die fehlenden Zugpaare mitfinanzieren». Laut den Motionären beteiligt sich der Kanton schon heute am ersten und am letzten Zug auf der Strecke Bern–Olten.

Doch der Regierungsrat winkt ab: Der Kanton bestelle und finanziere heute keine solchen Angebote des Fernverkehrs. Und er findet, das Fernverkehrsangebot auf der betroffenen Linie sei «grundsätzlich ausreichend».

Gemäss Angaben der SBB betrage die Auslastung der Spätzüge auf dieser Strecke heute rund 90 Personen in Richtung Olten und rund 60 Personen in Richtung Bern, schreibt die Regierung. Die Erreichbarkeit des Oberaargaus und des Emmentals aus Richtung Zürich am späten Abend sei mit derjenigen im Korridor Olten–Biel vergleichbar.

Laut Regierungsrat würden zwei zusätzliche Zugpaare den Kanton rund 1 Million Franken pro Jahr kosten. «Solche freiwilligen Zusatzaufgaben kann sich der Kanton angesichts der finanzpolitischen Lage nicht leisten.»

Die SBB begründeten den Wegfall der zwei Zugpaare mit der schlechten Auslastung. Laut Insidern fährt der Interregio Bern–Olten tief in den roten Zahlen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.07.2011, 06:15 Uhr

5

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5 Kommentare

Adrian Wüthrich

12.07.2011, 09:50 Uhr
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Ich bin über die Antwort der Regierung natürlich enttäuscht und werde mich als Sprecher der Motionäre im Grossen Rat einsetzen, dass klar wird warum wir diese Forderung aufstellen. Man soll nicht Olten-Solothurn vergleichen, sondern Bern-Langnau oder Bern-Biel. Dann wird deutlich, dass der Oberaargau in der Tat schlechter gestellt ist. Indes: Alles was Geld kostet, hats im Grossen Rat schwer... Antworten


Daniel Kettiger

12.07.2011, 07:23 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das ist nicht erstaunlich. Die gegenwärtige Kantonsregierung macht ohnehin alles, um das Emmental und insbesondere dier Stadt Burgdorf kaputt zu machen. und von "grün" (Förderung des ÖV) ist in dieser rot-grünen Regierung eh nichts mehr zu spüren. Antworten



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