Region
Jugendarbeit in Schule und Freizeit
Von Hans Herrmann. Aktualisiert am 19.03.2010
Rita Sampogna plädiert für professionelle Jugendarbeit. (Bild: zvg)
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In der Oberburger Oberstufe scheint Gewalt bei der Hälfte der Schülerinnen und Schüler ein Thema zu sein. Ein Drittel der Mittelstufenschüler hätte schon einmal Unterstützung von einer neutralen Person benötigt. Gut 60 Prozent aller befragten Kids wünschen sich in der Gemeinde mehr Angebote für die Jugend; die Hälfte wäre bereit, bei Projekten mitzuhelfen. Beliebt sind Disco, Open-Air-Kino und Wochenjobbörse.
Dies hat eine Befragung ergeben, die eine örtliche Arbeitsgruppe bei der Schülerschaft von der 1. bis zur 9.Klasse durchgeführt hat. Bei der blossen Sondierung bleibt es nicht; die Arbeitsgruppe hat das Projekt «Pro Jugend» lanciert, das sie nun ausarbeiten und im Sommer dieses Jahres dem Oberburger Gemeinderat unterbreiten will. Falls er die Vorlage befürwortet, findet im Herbst eine Informationsveranstaltung statt, und an der Gemeindeversammlung vom 11.November schliesslich wird die Bevölkerung darüber abzustimmen haben.
Schule und Freizeit
Laut dem Gemeindeblatt «Punkto Oberburg» gliedert sich das Projekt «Pro Jugend» in zwei Bereiche. Das eine Thema ist die geplante Einführung der Schulsozialarbeit, das andere die Schaffung von mehr Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde – eventuell auch in Form eines «aktiven und lebendigen Jugendraums», wie er im Zuge eines Workshops im vergangenen Herbst angeregt worden war.
In Sachen Schulsozialarbeit liegt bereits ein Konzept vor: Die Arbeitsgruppe schlägt vor, eine Schulsozialarbeiterstelle zu einem Beschäftigungsgrad von 40 Prozent zu schaffen. Damit liege Oberburg, heisst es im Gemeindeblatt, im Durchschnitt der bereits bestehenden Schulsozialarbeit im Kanton Bern. Um wirklich schulnah, präsent und bekannt zu sein, soll die betreffende Fachperson ein Büro auf dem Schulareal bekommen. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Burgdorf, wo Schulsozialarbeit bereits zum Angebot gehört. Verhandlungen sind momentan am Laufen.
Auch das Konzept für die freizeitbezogene Jugendarbeit hat Form angenommen. Laut der zuständigen Gemeinderätin Rita Sampogna setzt man auf professionelle Jugendarbeit und ist derzeit daran, die finanziellen Aspekte zu klären. Der Profi soll den bisherigen ehrenamtlichen Jugendbeauftragten ersetzen, der bereits auf Ende 2008 aus dem Amt geschieden ist. Bei dieser Gelegenheit machte man sich in der Kommission für Soziales Gedanken, wie es mit der Jugendarbeit in der Gemeinde weitergehen könnte.
Unter einem Dach
Das Projekt «Schulsozialarbeit» liegt dagegen bei der Schulkommission; weil die beiden Kommissionen jedoch viele gemeinsame Schnittpunkte orteten, beschlossen sie, die Schulsozialarbeit und die Jugendarbeit unter dem Projektnamen «Pro Jugend» in derselben Arbeitsgruppe voranzutreiben. (Berner Zeitung)
Erstellt: 19.03.2010, 09:38 Uhr
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