Erste Spielgruppe mit Frühförderungskonzept

In Burgdorf eröffnet die erste Spielgruppe mit Frühförderungkonzept ihre Türe. Der Fokus liegt auf der deutschen Sprache.

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Das lässt Kinderherzen höherschlagen: Auf einem Tisch liegen bunte Malstifte und Zeichnungspapier. Prinzessinnen- und Ritterkostüme hängen an einer Garderobenstange; am Boden hat es Turnmatten, an den Wänden hängen farbige Tücher. So sieht es in der neuen Spielgruppe Kinderland an der Gyrischachenstrasse 6 in Burgdorf aus. «Wir unterscheiden uns wahrscheinlich kaum von den anderen fünf Spielgruppen in Burgdorf», vermutet Brigitte Zeller Probst, Präsidentin des Vereins Spielgruppe Kinderland. Dennoch gebe es eine wesentliche Abweichung: Es ist die erste Spielgruppe in Burgdorf mit einem Frühförderungskonzept.

Die Stadt hilft

«Der Fokus der Frühförderung liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache», sagt Zeller Probst. Im Kindergarten Gyrischachen seien 75 Prozent der Kinder fremdsprachig. Mit dem Kinderland-Konzept wolle man diesen Kindern den Weg in die Zukunft ebnen. Unterstützt wird der private Verein Kinderland von Gönnern, der Integrationsförderung im Frühbereich des Bundes und von der Stadt Burgdorf. Letztere stellt der Spielgruppenleiterin eine DAZ-Kindergärtnerin (Deutsch als Zweitsprache) zur Seite.

Gemeinsam vermitteln die zwei Frauen den Kindern die deutsche Sprache auf eine spielerische Art. «Gefördert wird auch die Feinmotorik», sagt die Vereinspräsidentin. Die Motorik und die Sprache seien eng miteinander verbunden.

Alle Plätze ausgebucht

Am Wochenende lud das Kinderland zum Tag der offenen Tür. Trotzig schüttelt die kleine dunkelhäutige Sahar ihr Köpfchen, sodass ihre pechschwarzen Zöpfe durch die Luft fliegen. Partout will sie nicht mit der Mama nach Hause gehen. Dabei dauert es nur noch zwei Wochen bis zur Eröffnung; dann kann die Dreijährige mit neun anderen Kindern zweimal einen halben Tag pro Woche die Spielgruppe besuchen. «Innert kürzester Zeit waren alle zehn Plätze ausgebucht», sagt Zeller Probst. Deshalb würden die Verantwortlichen schon heute daran denken, im nächsten Sommer zehn weitere Plätze zu schaffen.

Bald im alten Kindergarten

«Das Angebot nutzen können auch drei- bis fünfjährige Kinder die ausserhalb des Gyrischachen wohnen», sagt die Vereinspräsidentin und nennt als Preis 120 Franken pro Monat. Zudem weist sie darauf hin, dass der Standort in einer Viereinhalbzimmerwohnung «nur ein Provisorium» sei. Voraussichtlich Ende Jahr zügle die Spielgruppe in den alten Kindergarten im Gyrischachenquartier. Dieser stehe zurzeit leer und werde renoviert. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.02.2010, 08:19 Uhr

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